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TjalfsBericht

Der Elb Tjalf gibt Bericht über die Auffindung Assanams und den Verbleib des heiligen Schwertes des Calimar, welches dem dreizehngehörnten Dämon zu gerechtem Tode verhelfen soll – im Frühling des Jahres 11 nach York

Nachdem Jossef, Talis und ich die Leiche des Menschen Assanam, der das Schwert des Calimar trug, am Friedhof zu Daasdorf fanden, gab es keine Zweifel: er wurde gemordet.

Um des heiligen Schwertes willen hatte man ihm die Kehle durchbohrt, doch es fanden sich nur wenige Spuren. Eines jedoch schien gewiss: einem Zweikampfe, wie ihn Talis zu fordern beabsichtigte, war er nicht erlegen. Zwar hatte er seine Klinge gezogen, doch bestimmte wohl nicht sein Gegenüber Assanams Schicksal, sondern er ward von hinten erdolcht, was auf zumindest zwei Täter schließen ließ.

Im weiteren Umkreis des Waldes fanden wir wenige Spuren, was wohl darauf deutete, dass sich die Diebe mitsamt ihrer Beute zunächst wieder zurück in den Trubel um das anstehende Yorkfeuer begeben hatten. Im Dorfe sinnten wir bei einer Pfeife, wer so bösartig sein könnte, sich dieser überaus wichtigen Waffe zu bemächtigen und möglicherweise danach trachtete, die Befreiung Gerlands zu verhindern. Nicht einmal der Averbergener Garde traute ich dies zu.

Während wir also versuchten, einen Überblick über das angereiste Volk zu gewinnen, hörten wir Edgar Wollenteid, den Herbergsmeister, sich darüber auslassen, wie der Orden des Wissens vor geraumer Zeit eiligst abgereist sei, ohne jegliche Verabschiedung zu tätigen oder gar Edgars Wechselgeld abzuwarten. Das schien mir ungewöhnlich und war eine mögliche Spur. Als wir dann noch erfuhren, dass der unvorsichtige Assanam zuletzt mit dem Wissensorden gesehen ward, trachtete ich dem schnell nachzugehen. Ich nahm Lorjak mit mir und als wir den Saum des Waldes erreichten, stieß noch Grint zu uns, der für einen Menschen über herausragende Fähigkeiten im Wald verfügt.

Die Spur schien noch so frisch, dass ich schon Hoffnung hegte, die Unholde einholen zu können. Doch an der zweiten Wegscheide schien uns etwas faul – die Spur endete so abrupt, als wären den Flüchtenden Flügel gewachsen. Als uns dann noch ein elbischer Läufer, unter der Herrschaft Frosthiers geknechtet, und ein weiterer Elb einholten, war klar, dass wir eiligst dies Geheimnis lösen mussten, bevor die nachrückenden Heerscharen auch die letzte Fährte zu Staub zertreten würden.

So befragten Lorjak und ich die Bäume und sie lachten uns an und zeigten uns den Blendzauber, dem wir aufgesessen waren. Beim Gehörnten – die Gejagten verfügten allem Anschein nach über Fähigkeiten, denen wir vorsichtiger gegenüber treten sollten. Auf dem Weg zurück zur ersten Gabelung zerbrach ich mir den Kopf darüber, was das für uns bedeuten könnte.

Dort angekommen, bebte der Wald auch schon unter dem ganzen versammelten Eisen, das uns wie gewohnt herrisch in Empfang nahm. Einer Durchsuchung konnten wir jedoch noch entgehen, hatte ich doch erst am Vorabend der Königin Wort auf freien und unbehinderten Umgang im Lande Larhgo bekommen. Während man also selbstherrliche Töne und allerlei Kleinholz hervorbrachte, suchten wir danach, die wahre Fährte wieder aufzunehmen.

Es sollte eine Weile dauern, bis uns Grint und Lorjak fast zufällig an einen versteck-ten Teich führten. Dort war die aufgebrachte Magie fast sichtbar. Abermals befragte ich die Geister des Waldes und bekam Gewissheit: hier hatten sie eine erste Rast gemacht, denn hier mündete der Zauber ihrer verdeckten Spuren. Hier sprachen die Bäume von einem länglichen Gegenstand in ihrer Obhut und es lag Schadenfreude in der Luft…

Wer waren diese Leute vom Wissensorden wirklich? Was trachteten sie mit dem heiligen Schwert des Calimar zu bezwecken und welche Fähigkeiten besaßen sie wohl noch? Wollten diese törichten Menschen den Dämon eigenhändig entgegen der Prophezeiung zu vernichten suchen?

Es stand nun außer Frage, dass es alles andere als eine Hatz werden würde. Wir würden uns gut ausgerüstet und versorgt auf eine lange Verfolgung und allerlei magisches Blendwerk einstellen müssen.

Mit diesem Wissen brachen gen Südwesten noch in derselben Nacht, der Nacht des heiligen Yorkfeuers auf: Grint Wollenteid und Lorjak Köhler – aus Daasdorf; mein Bruder Helson – auch Jossef geheißen, als ein Vertreter der Dreizehn gegen den Dämon; Talis, von den Dreizehn – welcher von Harm berufen, das heilige Schwert sich anzueignen; und ich, Tjalf – der elbische Läufer.

Mögen die larhgotischen Götter unserer Fahrt zum Erfolg verhelfen. Calimar mit uns!