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Kommentare zu Spielerumbringen


Kommentar zu FelixS. - Den Prozeß machen hat nichts mit Vorladung zu tun. Soll heißen an Ort und Stelle wird ein Urteil gefällt → Pranger, Brandmal, Hand ab, Strang usw. - Ben

– Ben 2007-05-08 10:03


Ja, gut. Aber… das wird doch sowieso schon gemacht - sofern man den Angeklagten lebend sichert. Wer hat den das Recht, Recht zu sprechen? Genau, der Herr Ritter.

FelixS 2007-05-08 13:14


Hi Ben,

genau das war es, was ich wollte, euch festnehmen, euch anklagen, euch aburteilen. Leider wolltet ihr euch nicht festnehmen lassen, sondern habt gekämpft…

Danach war alles derart durcheinander, dass es keine abzuurteilenden Piraten mehr gab.

Das dann mitten im Kampf Piraten erschlagen wurden ist schade, dass, nachdem was ich heute inzwischen an Gerüchten gehört habe, niedergeschlagene Piraten noch ge"todesstoßt” wurden, finde ich auch unschön, das lag ganz gewiss nicht in meiner oder Marius Absicht. Meine Meinung zum Umbringen von Charakteren dürfte ja inzwischen allgemein bekannt sein.

Grüße Tristan

– Tristan 2007-05-08 14:09


Uns festnehemen zu lassen, sollange wir noch alle Fluchwege offen hatten, wäre auch nicht sehr akzeptabel (nicht wenn man mit dem Galgen rechnen muß) Und alls die Gardisten erstmal losstürmten, war das (wie man ja gesehen hat) ergeben sinnlos. Meine Komentare sollen auch nicht als Vorwurf gemeint sein und schon garnicht gegen dich. Ich habe dein Befehl wohl verstanden. Hätten alle ein paar Bier weniger gehabt wäre die Sache sicher anders ausgegangen.

– Ben 2007-05-08 14:51



Anmerkung zu Melanies Beitrag: Wenn ich richtig verstehe, von welcher Situation Du bezüglich der Hinrichtung sprichst (Averbergen vor dem Feldzug), verstehe ich deine Kritik eigentlich nicht. Es gab eine ausführliche Befragung, in der deinem Charakter immer wieder Lücken geöffnet wurden, wie sie sich aus der Affäre hätte ziehen können. Du bzw. Dein Charakter hat sich für konsequentes Spiel entschieden und diese Möglichkeiten nicht genutzt - und entsprechend sahen die Konsequenzen aus.

Und allgemein zum Thema: Ich kann mich Helges Meinung nur anschließen, dass im Rollenspiel weniger und schöner getötet und mehr gestorben werden sollte. Letzteres gehört für mich aber eben auch dazu. Abenteuer bedeuten Risiko, Nervenkitzel. Und wenn ich mich in einen Dungeon begebe oder anders herum als Ishtarist unter Larhgoten, muss ich damit rechnen, dass der Charakter dabei drauf geht. Eine Gefahr zu überwinden ohne dass es eine Gefahr für den Charakter ist, hat nichts mit Abenteuer und Helden zu tun. Wer das möchte, ist vielleicht besser auf einem Ambientecon aufgehoben, Jugger und Co. geben auch dort die Möglichkeit des Polsterwaffensports. Und auch auf normalen Spielen gibt es meistens die Möglichkeit, sich aus gefährlichen Situationen herauszuhalten.

Etwas anderes sind natürlich die Pappnasen, die im Blutrausch überflüssige “Todesstöße” verteilen oder bei einem Raub statt Pömpfen gleich meucheln. M.E. gilt das aber für den Umgang mit NSC gleichermaßen wie mit SC. Da sollte nicht mit zweierlei Maß gemessen werden, es gibt auch NSC, die sich auf ihre Rollen mit viel Liebe und Aufwand vorbereiten. Unbedachtes “Töten” ist genauso doof wie massiv Treffer kassieren und 5 Minuten später fit wie ein Turnschuh durch die Gegend zu hüpfen.

Und ich möchte auch dafür plädieren, den Tod eines Charakters als Chance auf das Leben nach dem Tod zu begreifen: Natürlich ist man erst mal traurig und hatte ja noch so viel vor – aber es gibt unendlich viele schöne Charaktere, die man statt dessen spielen kann.

– Birthe 2007-06-09 16:02



@ Birthe: Mir geht es um den nicht um schöner töten, sondern darum, dass sterben des Charakters dem Spieler zu überlassen - und diese Entscheidung nicht in die Hand ander zu legen. Mir bringt es tatsächlich keinen zusätzlichen Spielspaß, wenn ich meinen Charakter “realen Gefahren” aussetze.

– Helge 2007-06-10 10:52


Ich bin gegen ein “nur der Spieler und einzig der Spieler hat darüber zu entscheiden, wann der Charakter stirbt”.

Generell ist dem so. Aber 100% sollten wir nicht festschreiben, 95% ist schon ausreichend.

Menschen sterben. Auch wenn sie nicht damit rechnen, auch wenn sie das so gar nicht geplant haben. Und ich finde es schon komisch, wenn die gleichen Charaktere immer wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder aufstehen. Wenn wir alle damit umgehen könnten, auch mal einen Charakter schön sterben zu lassen, wäre das super. Aber dem ist nicht so und daher sollten wir auch den Charaktertod nicht vollständig festschreiben.

Aber wisst Ihr was? Ich denke nicht, dass wir hier darüber diskutieren müssen. Wer seinen Charakter im Spiel nicht sterben lassen will, auch wenn es Pappnasig wird, der wird auch wieder aufstehen. Ich würde hier einen großen Pfeil auf “Eigenverantwortung” zeigen lassen und es gut sein lassen.

FelixS 2007-06-10 14:19


Auch ich moechte meinen Senf dazu abgeben:

Solange es eine vernueftige Begruendung fuer die Toetung gibt, bin ich fuer die Toetung von SC. Andere Spieler sollten die Moeglichkeit haben, jemanden aus dem Weg zu raeumen.

Dafuer kann es in meinen Augen zwei Gruende geben:

1) Konsequentes Rollenspiel. Das heisst, wenn es zum Char-Hintergrund un der Person passt
2) Wenn es die Spielwelt gefaehrdet. zB. bei wiederholter Koenigsbeleiduigung trotz mehrfacher unblutiger Belehrungen.

Meine Chars sind oft genug in- und ausserlarhgotisch verschieden und ich kann daher sagen, dass in Larhgo nach der Einfuehrung des freien Spiels relativ wenig gestorben wird. (Sieht man vom 13 Koepfigen ab). Ich habe schon lange niemanden mehr gesehen, der aus langeweile Chars meuchelt oder zum Vampir macht.

Das man in Larhgo keinen Unterschied zwischen NSC und SC beim Toeten macht, finde ich sehr gut. Fuer mich gibt es nix schlimmeres, als wenn sich hinterher Leute bei einem entschuldigen, nur weil sie nach einer Weile erfahren haben, dass man Spieler und kein NSC ist/war. Entweder man hat einen Grund, den man fuer ausreichend haelt, und tut es, oder man laest es bleiben.

Was in Larhgo sehr gut funktioniert, um nicht umgebracht zu werden. Niemanden mit oder ohne Waffe angreifen. Ich kenne eigentlich keine Heiler und Handwerker, die umgebracht werden. Wenn man sich an die Intime Gesetze haelt, kann einem relativ wenig passieren. Erst wenn man auf Konfrontation aus ist, wird es gefaehrlich. Das ist im realen Leben allerdings auch nicht viel anders.

– Peter 2007-06-14 19:04


Das Argument “SCs töten ist in Ordnung, wenn es ins Charakterkonzept passt und auf konsequentem Spiel beruht” ist ziemlich gefährlich. So ein Charakterkonzept wäre, wenn es konsequent gespielt wäre und der Charakter eine gewisse Macht im Spiel hat, ziemlich spielbehindert, einfach weil Leute der Gegenposition einfach umgebracht werden. Außerdem ist es schwierig, “vernünftige Gründe” für’s Töten zu definieren. Nur weil ich etwas vernünftig finde, muss mein Opfer diese Meinung nicht teilen, und schon gibt’s einen Riesenknatsch. Sicher, vernünftige Gründe sind schwarzer Magie, morden und ähnliches. Aber was macht man mit weniger krassen Situationen? Ich hatte in den letzten Jahren schon vor einigen Spielen Sorge, meinen Charakter in Richtung des Gehörnten auszurichten, weil ich befürchten musste, einfach vom nächsten strenggläubigen geköpft zu werden. Gesetze hätte ich damit nicht übertreten, trotzdem hab ich mich in dem Punkt ganz arg zurückgehalten. Das mag mit dem Gefühl zusammenhängen, dass man hin und wieder sehr schnell damit ist, jemanden zum Ishtaristen zu deklarieren und dann ohne lange Umschweife umbringt, wobei das auch mein persönlicher Eindruck sein kann.

– Frauke 2007-06-15 11:06


Dann hasst Du aber das intensive Gefuehl der Angst gehabt. War das nicht auch ein gewisser Reiz? Robin Hood sein ist langweilig, wenn der Sherrif von Nottingham keine Schergen hat und droht Lady Marian umzubringen. (Im Larp wie im Film wuerde man allerdings erwarten, dass er mit dem Umbringen solange wartet bis Robin zur Stelle ist, sie zu retten) Rollenspiel fuer Fortgeschrittene waere, wenn er sich im letzten Moment entscheidet, sie zur Ehe zu zwingen. Auch fuer den Fall, dass die Helden zu spaet kommen. So enden wir wieder bei einem Plaedoyer fuer spannende Alternativloesungen zum Toeten.

– Jens N. 2007-06-15 11:57


Ich möchte aber bitte Angst haben, wenn ich von einer Gruppe Orks gejagt werde, und nicht weil ich befürchten muss, dass ein Religionsfanatiker mir das Licht ausknipsen will. es steckt zuviel Arbeit und Geld in meinem Charakter, als dass ich ihn einfach sterben lasse, falls jemand eine für ihn vernünftige Begründung dafür findet. Das Problem am SC umbringen ist, dass ein im Spiel mächtiger Charakter so das ganze Spiel sehr eintönig machen kann, weil keiner mehr Lust hat einen Charakter zu spielen, der Gefahr läuft getötet zu werden, weil er eine andere Meinung vertritt.

– Frauke 2007-06-15 15:43

Es ist doch prinzipiell egal, wer Dich tötet und vor wem du davonläufst. (jens N.)


Äh… also so nachvollziehbar ich es finde, daß du an deinem Charakter hängst, fände ich es glaub ich ziemlich hmm unfair, wenn jemand (wie du) seinen Charakter einfach NICHT sterben liesse, obwohl jemand anderes eine vernünftige Begründung für dessen Tod hatte und ihn entsprechend “ausgeknipst” hat. (habe mich mal bemüht, deine Wortwahl zu übernehmen)

Es ist ja nu wirklich in Larhgo nicht so schlimm, daß man permanent um sein Leben fürchten muß, wenn man sich nicht gerade als Ishtarist geoutet hat. Ich finde im Gegenteil, daß Larhgo sich durch einen außerordentlichen Mangel an mordlustigen Gesellen irgendeiner Art auszeichnet und vergleichsweise extrem selten aus nichtigen Gründen jemand ums Leben gebracht wird.

Dieser Thread ist ja nicht als legitimationsdiskussion für hemmungsloses Morden gedacht.

– prokura 2007-06-15 17:23


Gut, hab ich wohl ungünstig ausgedrückt. Wenn ich auf die Idee kommen sollte, inplay einen Mord zu begehen, schwazre Magie zu wirken oder ähnliches zu treiben, werde ich den Charakter auch sterben lassen, das ist klar. Aber wenn jemand meint, für seinen Charakter wäre es konsequent und charakterkonform, meinen umzubringen, und sich mit die vernünftigen Argumente des anderen absolut nicht erschließen, sehe ich nicht wirklich ein, meinen Charakter dafür zu opfern. Wenn ich selbst Spaß dran habe und auch damit einverstanden bin habe ich da kein Problem mit, aber sonst würde es mir den Spielspaß nehmen. Mir ist auch klar, dass unsterbliche Charaktere ziemlich besch…eiden sind, aber deshalb hab ich auch keine Lust, meinen Charakter einfach so über die Klinge springen zu lassen, zumindest nicht, wenn es eine unmotivierte Kehlschnittaktion oder ähnliches ist (wie es auf dem Yorkfeuer mit Sina passiert ist).

– Frauke 2007-06-15 17:35


Hm, hier wird so viel über die “Opfer” geredet, da wende ich mich mal den Tätern zu.

Jeder der einen Meuchler spielen möchte, sollte sich überlegen, welche Motivation den Charakter dazu bringt, diesen Weg zu wählen. In einem offenen Kampf den Gegenüber niederzustrecken ist eine Sache (und oftmals auch aus der Not geboren nicht selber niedergestreckt zu werden), aber hinterrücks einen kaltblütigen Mord zu begehen erfordert schon eine sehr niedere Moral oder ein sehr ungewöhnliches Ehrgefühl … Diesen Weg zu gehen und jemanden zu meucheln, bedeutet ja auch, keine andere Möglichkeit zu sehen demjenigen zu begegnen, denn bei einer Entdeckung kann ein Meuchler davon ausgehen, abgeurteilt und mit dem Tod bestraft zu werden. Insofern sollte schon ein gewichtiger Grund vorliegen das Opfer auf diese Art aus dem Weg zu räumen (und “laß mal den König meucheln, hehe” ist mir nicht gewichtig genug) ;)

– Halgor 2007-06-16 00:29


womit wir einmal im kreis rum wären und ich auf Kehlschnitte und Pömpfen verweisen kann.

– prokura 2007-06-16 02:06


Und alle politisch bzw. religiös motivierten Morde sind meiner Meinung nach auch für das Opfer ein guter Abgang, denn dann kann man sicher sein, das im (wahrscheinlich) darauf folgenden Bürgerkrieg der eigene Name Platz in dem einen oder anderen Schlachtruf findet.

– Ingo 2007-06-16 13:59


Das sehe ich anders. Davon abgesehen, dass der Name wahrscheinlich keinen Platz in einem Schlachtruf findet, will ich auch nicht von einem religiösen Fanatiker umgebracht werden, wenn ich es nicht drauf anlege. Das gleiche gilt für politische Fanatiker. Wenn ich es selbst provoziere und es wirklich drauf anlege kann ich mit einem Charaktertod leben, aber wenn mir von außen vordiktiert wird, dass mein charakter für irgendeinen mit nicht ersichtlichen Zweck zu sterben hat, hab ich da keine Lust zu.

– Frauke 2007-06-16 14:33


Also… ehrlich gesagt, das finde ich eine sehr extreme Ansicht. Verständlicherweise haben die wenigsten LUST ihren Charakter sterben zu sehen. Aber den Anspruch auf Immunität kann man meiner Auffassung nach eben nicht erheben. Es mag Spielsysteme oder Länder geben, in denen der SC Status automatisch mit der Unsterblichkeit einhergeht, aber Larhgo gehört doch absolut nicht zu diesen. Ich persönlich finde das auch sehr gut so. Aber den Anspruch zu erheben, daß man es drauf angelegt haben muß, geht halt schon SEHR weit in diese Richtung. Und daß man selber einen Zweck nicht ersichtlich findet, den andere sehr wohl einleuchtend finden liegt nun mal im Auge des Betrachters. Die Entscheidung “ich bin jetzt aber nicht tot weil ich nicht will” ist halt schon ein sehr heftiger Eingriff in die Spielrealität. Ja, auch ein Tod ist ein heftiger Eingriff in die Spielrealität. Aber ebenso sorgfältige Vorüberlegungen, wie man von potentiellen Mördern, zum Tode verurteilern oder Kriegführenden erwartet, müßte man dann auch selber anstellen, wenn es darum geht “trotzdem” zu Leben. “Keine Lust auf totsein” finde ich nicht ausreichend. Wann soll sich denn ein angenommenes Opfer wieviel Zeit nehmen, die Hintergründe und Motive der “Täter” zu ergründen? BZW. wie lange müßte sich ein potentieller Täter im Voraus erklären? Alles nicht ganz einfach in der Umsetzung.

Ich kann ehrlich gesagt, die leicht durchschimmernde Panik nicht nachvollziehen. In der Regel wird in Larhgo doch eigentlich SEHR wenig sinnlos gemetzelt. Ja, Sina.. wirklich dumm gelaufen… aber gehörntenanhänger Pogrome? Sogar das vorsorgliche dahinmetzeln schwarzgekleideter Gruppen gehört doch einer weiten Vergangenheit an! Sogar geoutete Ishtaristen haben tatsächlich noch fast 16 Stunden weiter gelebt…(YF05)

Ich bin mit 2 Charakteren in Larhgo gestorben (bisher) und hab noch keinen umgebracht (vielleicht mal im Schlachtgetümmel, ausversehen?) und finde es vergeleichsweise ungefährlich in Larhgo (bitte nicht als Herausforderung missverstehen ;-)) weil man vermutlich z.B. als zufälliger Zeuge oder Beifang NICHT wie anderswo umgebracht würde. Ich wär auch alles andere als glücklich, meinen langlebigsten Charakter meiner gesamten 11 jährigen LARP-Laufbahn zu verlieren, aber wenns denn sein müßte… meinen “Segen” dazu hab ich im Vorfeld des letzten Larhgo gegeben eben auch, weil ich sicher war, daß es nicht leichtfertig geschehen würde. Ich fühl mich in Larhgo da sehr gut aufgehoben. Ich finde, verallgemeinernd gesprochen, daß Larhgoten recht sorgsam mit dem Leben ihrer Mitcharaktere umgehen. Das war jetzt als Lob gedacht!

– prokura 2007-06-16 22:57


Liebe Larhgoten, liebe Julia, liebe SL, Jetzt ist hier zweimal von Unbeteiligten angesprochen worden, dass Sina auf dem Yorkfeuer auf irgendwie “dumme” Art gemeuchelt wurde. Urteilt da mal nicht zu voreilig! Als Täter muss ich sagen, dass vor allem ihr Handeln unklug war. Es ging um nichts weniger, als den zwei Jahre lang minutiös geplanten 13er-Gang fortzusetzen, gegen den sie mit anderen Priestern öffentlich gesprochen hatte. (Ich wusste damals nicht, dass sie bei den internen Konzilsberatungen sogar eventuell fuer die Sache gewesen war.) Sich in der ohnehin angespannten Situation dem Dolchträger in den Weg zu stellen, war auf jeden Fall keine gute Idee. Viel eher war Asgors Tod kurz vorher sinnlos. Mit ihm hätte ich mich verbal einigen sollen. Er hat jedenfalls seinen Tod akzeptiert weil er handwerklich solide mit einem normalen Messer abgestochen worden war. (Mehr Interpretationsspielraum gibt es m.E. nicht, wenn eine Bluttat erst mal geschehen ist.) Eigentlich hatte ich ihn nur umhauen und dann mit dem Ishtardolch töten wollen. Da kam Sina gerade dazwischen als ich dabei war von Miraii den Dolch loszumachen. Das war zwar für sie dumm gelaufen, aber kein unmotivierter Mord. Irgendwen unschuldigen hätte der Dolch sowieso treffen müssen, nachdem alle Ishtaristen umgebracht worden waren. (Insofern waren “panne” Morde an Unschuldigen von der SL quasi vorgesehen, was aber eben auch ein besonderer Kitzel des 13er-Plots war.) Sina wurde durch eine SL-Entscheidung wieder aufgeweckt. Da hat man viele vorher gefragt. Nur nicht mich. Es ging darum, ob sie der weiche (und in Erregung kaum zu spuerende) Dolch nun ernstlich verletzt hat oder nicht.

Um aber auf die laufende Diskussion zurückzukommen, halte ich für den Fall, dass jemand seine Tötung nicht akzeptiert, eine kurze SL-Befragung aller Beteiligten für den richtigen Weg. Hier liegt die Entscheidung in den richtigen Händen, wenn die Beteiligten uneinig sind.

– Jens Nieling 2007-06-17 16:47


ich glaub Frauke meinte Sinas endgültigen Abgang auf dem diesjährigen YF. (möge mich berichtigen, wenn ich falsch liege)

Ich halte es meistens so, und da möge man mir mein gelegentliches “ins OT fallen” enschuldigen, daß ich in unklarer Situation auch mal doof nachfrage, “was war das jetzt?” wenn ich mir bei potentiell kritischen Treffern oder Messern an meiner Kehle nicht so sicher bin. Ist zwar auch nicht ideal, aber ich vermeide lieber nachträgliche SL Schiedssprüche. Ich weiß, das kann bestimmt auch den ein oder anderen nerven. Dann bitte drauf hinweisen, dann halt ich die Klappe, bisher waren so Situationen aber auch mit einer knappen Antwort immer abgehandelt.

Im Zweifelsfall würde ich aber auch die SL als “neutrales schiedsgericht” anrufen, wenn sich eine wirklcih unerfreuliche Situation nicht untereinander gütlich klären läßt.

– prokura 2007-06-17 21:04


Ich meinte Sinas endgültiges Ableben dieses Jahr, beim YF 05 war ich ja gar nicht dabei.

– Frauke 2007-06-17 22:27


@Jens: Es ging auf dem YF06 nicht darum ob das Messer zu hart war. Es ging darum, dass Julia blaue Flecke von deiner Faust hatte. Ich weiß, wie du in der Situation zugeschlagen hast, denn ich habe auch nur deine Faust gespürrt. Aber ich spiele kämpfende Charaktere. Da sind blaue Felcke in gewisser Weise Ok. Bei zierlichen nichtkämpfenden Personen sollte man da schon deutlich vorsichtiger sein, besonders wenn sie unbedarft in eine solche Situation hineinkommen.

Wer solchen Personen weh tut, sollte sich entschuldigen und nicht herum meckern, dass die spielerische Aktion nicht akzeptiert wird.

– Brötchen 2007-06-18 18:33


@Frauke Sterben tut uebrigends nicht so weh, wenn man dafuer eine schoene Zeremonie geschenkt bekommt und der Char durch Lieder nicht in Vergessenheit geraet. /me vor Silke verbeug

Aber ich sehe immer noch nicht ein, warum der Glauben an den Gehoernten zum sofortigen Tod fuehren sollte. Wenn Du uns keinen Glauben schenken magst, kannst Du es im Selbstversuch herausfinden. Parke deinen Char fuer ein oder zwei Spielen und uebernimm eine NSC Rolle, die offen an den Gehoerntern glaubt. Dann kannst Du erst mal fuer deinen Charakter gefahrlos testen, ob der Glauben ueberhaupt etwas fuer Dich ist. Mal etwas anderes zu spielen, hilft auch den noetigen Abtsand zur Rolle zu bewahren und bewahrt den Spass sie zu spielen.

Die einzig sichere Rolle in Larhgo duerfte die Koechin haben. Ich kann mit nicht vorstellen, dass jemand Silvanas Char absichtlich umbringt - ausser er ist auf Diaet ;-)

– Peter 2007-06-18 22:09


Es gibt einige prominente Anhänger des Gehörnten…

TilmannHolst 2007-06-18 23:36


Zur falschen Zeit am falschen Ort- und tot.

Das passiert nun mal, damals wie heute ist das wohl die häufigste Ursache für unerwarteten Tod. Ob das ein verirrter Pfeil ist, der gar nicht mir gilt, oder ob das ein besoffener Autofahrer ist, der mich an der grünen Ampel erwischt, oder ob ich auf dem Weg vom Plot zum Zelt in einen NSC-Hinterhalt laufe, dagegen gibts kein Mittel. Finde ich zumindest.

Weiter: wenn ich Urlaub im Irak mache (Polit-Abenteuer-Urlaub im Krisenherd) ist das Risiko dafür natürlich deutlich höher. Und das weiß ich. Wenn mir gleiches auf nem Larp passiert (wo ja auch immer ein Krisenherd bespielt wird- die Leute brauchen ja was zu tun) muss ich genau so damit rechnen, daß ich als Kollateralschaden verscheide. Wenn ich das nicht will, mach ich Urlaub im Schwarzwald und schick meinen Charakter nicht auf Larps. Finde ich zumindest.

Ich muß nicht zwingend einen Char spielen, der lauthals zu Ishtar betet (oder der in Bagdad ne US-Flagge schwenkt), wenn ich zur falschen Zeit am falschen Ort bin, gehe ich ein Risiko ein. Wenn ich weiß, daß ich in einen Regenschauer geraten kann, hab ich trockene Sachen zum Wechseln im Urlaubsgepäck - und auf nem Larp Klamotten für einen Zweitcharakter, falls der Regen dort aus Pfeilen bestand. Finde ich zumindest.

Zu sagen “ich sterbe nur, wenn das in mein Charakterkonzept passt und der Tod auf mich zugeschnitten ist” ist genauso, als wenn ich sage “Ich habe auf der Anreise mit dem Auto keinen Unfall, weil ich will das nicht”. Man maßt sich göttergleiche Macht an. Und ich spiel ungern mit Halbgöttern, egal ob sie immun gegen Waffenschaden sind oder nach dem Umfallen immer wieder aufstehen. Finde ich zumindest.

Und wenn man schon was dagegen hat, daß man stirbt, sollte man zumindest bereit sein, auch nach nem UNFALL entsprechende Nachteile in Kauf zu nehmen. Ob das ein einäugiger/einarmiger/einbeiniger Char ist oder ob man traumatisiert ist und bei jedem Waffengeklirr die Flucht ergreift… ja, es kann sein, daß der Char danach nicht mehr spielbar ist (zumindest nach dem ursprünglichen Konzept- stellt euch einen Kämpfer mal einbeinig vor oder einen Heiler, der während der Schlacht und 20 min danach zitternd und bibbernd in der Ecke sitzt und nicht ansprechbar ist). Aber ich hab keine Garantie, daß mir nichts passieren kann- und ich muß damit leben, daß mir was passieren könnte. Finde ich zumindest.

– Goras 2007-06-19 16:00


Ich empfehle jedem die folgende Lektüre inklusive aller Links und Kommentarseiten darunter: http://www.larpwiki.de/cgi-bin/wiki.pl?CharakterTod

Die Opferregel wird hier scheinbar sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung mißdeutet.

– Norman 2007-06-19 17:58


in larhgo wird doch sowieso nicht “offiziell” nach “Opferregel à la Larpwiki” gespielt, oder?

unter Regeln steht bei Kampf:

  1. Zeitregelungen für Verbluten oder ähnliches haben wir nicht. Überlegt in der jeweiligen Situation einfach, was angemessen wäre. Wenn jedoch ein Spieler aufsteht und geht, weil er keine Lust hat, noch länger verblutend am Boden zu liegen, dann ist der Charakter gestorben.
  2. Todesstöße oder den Ausruf “Todesstoß” haben wir nicht. Wenn ein Charakter große Verletzungen erleidet oder gezielt getötet wird, ist das aber was Ähnliches.
  3. Falls im Spiel also ein anderer Charakter getötet werden soll, spielt es eindeutig.

und weiter:

  1. Der “Todesstoß” ist die ritualisiert dargestellte Tötungshandlung. Ob dem Opfer jetzt theoretisch der Hals aufgeschnitten wird, oder ob er einen Stich ins Herz bekommt, ist dabei egal. Wichtig ist, dass es gezielt, absichtlich und mit ausreichend Zeit ausgeführt wird.
  2. Was soll der Kommentar? Ich habe leider zu oft Pappnasen “TODESSCHLAG!” rufend rumspringen gesehen. Nehmt euch bitte die Zeit, damit solche Situationen eindeutig gespielt werden. Dann gibt es hinterher auch weniger Streit.

Ist doch eigentlich relativ eindeutig, oder?

– nanette 2007-06-19 20:55

Ich bin dafür mit Opferregel zu spielen. Diese hat schließlich auch ihre Grenzen (man muss sich selbst am nächsten Tag noch im Spiegel ansehen können.) Mir gibt es ein beruhigendes Gefühl nicht jeden Scheiß einfach hinnehmen zu müssen und mich da nicht so ohnmächtig zu fühlen. Wenn etwas gut dargestellt wäre, würde ich das auch akzeptieren. Was klar ist, liegt immer im Auge des Betrachters, ist mir in letzter Zeit mal so aufgefallen ;)

Melanie


Da in Larhgo der “Todesstoß” nicht angesagt wird, sondern nur recht eindeutig ausgeführt (Stich ins Herz, Hals durchschneiden), wiederspricht es der Opferregel nicht.

Ich gehe also auf dieses Spielangebot ein und spiele “irgendwas” aus, was ich als angemessen empfinde.

Ist die Situation mir zu unwürdig, dann war der Schnitt halt nicht tief genug oder der Stich so gerade haarscharf am Herzen vorbei. Dann flickt mich halt der nächste Heiler wieder zusammen und hat auch noch etwas Spiel.

Natürlich träume ich auch von genau dem “richtigen” Moment meinen geliebten Charakter sterben zu lassen und ich gehe davon aus, wie Brötchen (glaube ich) auch schon sagte, dass wenn dieser Moment gekommen ist, man weiß, dass es an der Zeit ist und die Gelegenheit passt.

– Norman 2007-06-21 18:04

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