StartSeite Kommentare zu Kehlschnitte und Pömpfen LarhgoWiki LetzteÄnderungen OnlineHilfe Gerüchte Index Impressum

Kehlschnitte und Pömpfen

Meucheln und Niederschlagen

Da in Larhgo ja ohne feste Regeln gespielt wird, wollte ich (prokura) das Thema mal als meiner Meinung nach diskussionswürdig ansprechen.

Anscheinend haben ja einige Leute da verschiedene Auffassungen von, was ja natürlich ist, wenn es eben keine feste Regel gibt. Hier mal meine, ich sprech sie deshalb an, weil sie mir in Larhgo schon sehr anders durchgeführt begegnet sind, was mir teilweise nicht wirklich gefallen hat. das ist natürlich Geschmacksache, aber man kann ja mal drüber reden.

Duchführung:

Meiner Meinung nach, ist ein “pömpfen” ein überaschender Niederschlag, eher aus dem Hinterhalt. Am besten ungesehen! Ein Gegner, der mich (womöglich noch während eines Kampfes) von VORNE niederschlagen will sollte eigentlich ignoriert werden.

“Pömpfen” sollte man wirklich nur mit kernlosen kleinen gut zu kontrollierenden Waffen. In einer sehr kontrollierten Situation tuts auch mal ein Waffenknauf.

“Meucheln / Kehlschnitt” sollte MEINER Meinung nach auch überaschend kommen. Auch am besten ungesehen, von hinten oder ansatzlos. Kann das Opfer noch irgendwie reagieren, an die Hand des Angreifers geraten etc. würde ich diese heikle, technisch schwere Attacke schon als gescheitert oder nicht 100% gelungen sehen. Dem Opfer dabei wirklich an die REALE Kehle zu gehen, finde ich akzeptabel. Allerdings darf das WIRKLICH IMMER NUR mit kernlosen extra weich / glatt gebauten Waffen passieren. Ich kann es gut nachvollziehen, wenn das Leuten zu weit geht. Mit mir kann man das machen, aber wirklich SOFT bitte.

IT - Problematik!

Soll, kann muss wirklich JEDER einen Kehlschnitt / eine Meuchelattacke beherrschen? Sollte man sich nicht überlegen, ob eine so “krasse” Fertigkeit wirklich auch Bauer Hinz oder Soldat Kunz beherrschen muss? Wo hat er das gelernt? (mal angenommen er ist nicht doch der waaaaaaaaahnsinnig geheime mega Agent) Und warum hat er das gelernt? Und ist er wirklich so kaltblütig, das auch durchzuziehen?

Ich denke mir halt, wenn man sich vorher überlegt, wie ein Charakter dazu steht, wird es nicht inflationär auftreten. Allein, sich zu überlegen, einen SICHEREN “Meucheldolch” zu bauen, führt dazu, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Gabs in den Yorkfeuer"regeln” einen punkt dazu? Ich glaube mich erinnern zu können, habe aber hier in den “regeln” nix dazu gefunden.

--prokura

Doc´s Meinung

Nun, wenn das ein Diskussionsansatz sein soll, gebe ich gerne meinen Kommentar dazu ab : ich bin schlichtweg dagegen, daher erübrigt sich für mich die Frage nach dem wie.

Grund : eine Verteidigung wäre nur handgreiflich möglich - dieses ist aber verboten. Da ich persönlich meine, ein SC (nicht gerade ein Einwegcharacter) sollte nicht ohne eigenes Verschulden (wie z.B. sensationelle Blödheit) ins Gras beißen müssen, empfinde ich einen Tod, gegen den man sich quasi nicht wehren darf, als der Spielfreude abträglich. Sollte sowas denn vorkommen oder unbedingt sein müssen, sollte der SC das irgendwie überleben können, von mir aus schwerverletzt. Messer war stumpf, der Meuchler abgelenkt, oder sowas. (Klaus “Doc” Kessler)

Wenn man sich aber auf einen Rahmen einigt, wie ihn auch Jan anmerkt, dann fällt diese Problematik halt flach. Meuchler wurde gesehen vor der Attacke => nur normaler Treffer schaden, ist das ganze doch schon hinfällig. Tatsache ist doch, daß leute mit “Kehlschnitten” attackiert wurden und vermutlich auch wieder werden.

Die Problematik Spielertod an sich hat eine eigene Seite: Spielerumbringen — nanette

Tristans Meinung

Kann mich Doc nur anschließen, Kehlschnitte und Meucheln sind einfach wertlos für das anspruchsvolle Spiel, dass wir in Larhgo haben und schätzen. Imo bringt der Tod eines Charakters sehr sehr viel weniger Dynamik ins Spiel als es jeder andere Alternative (Anklage, verprügelt, erniedrigt, erpresst werden) tun könnte.

Pompfen (nicht mitten in einem Kampf, ganz ohne Frage) ist eine definitiv elegante Lösung für Konflikte und ermöglicht wunderbare Folgehandlungen wie Anklagen, Abreibungen, Erniedrigungen etc. Und das tolle daran ist, dass außer ein paar intime darzustellenden Kopfschmerzen keine unschönen Nebenwirkungen wie toter-Charakter auftreten.

Pro pömpfen - contra meucheln!

Grüße

Lloyds Meinung

Ich hasse meucheln. Aus eben den oben von Doc und Tristan erwähnten Gründen. Hinzu kommt, daß ich an der Kehle sehr empfindlich bin. Wenn mir was gegen den Kehlkopf kommt, krieg ich… kann ich nicht beschreiben, fühlt sich aber scheiße an. Woher will der Meuchler wissen, wem das vielleicht noch so geht? Wenn ich z.B. tierisch Kopfschmerzen habe weiß ich, daß ich nicht bei einem Kampf mitmischen sollte, da ich immer mal einen über die Rübe kriegen kann. Aber ich habe eben die Wahl, einfach nicht zu kämpfen. Bei einem Meuchelangriff entscheidet das der Meuchler für mich, das das bei mir geht. Ich fand das schon immer inakzeptabel (und habe nie jemanden gemeuchelt - und ich glaube auch nicht meucheln lassen…)

nanette nochmal

Äh…

Aber der Kehlschnitt kommt doch schon vor!

Ist ja nicht so, daß ich den plötzlich einführen will. Im Gegenteil, ich würde ihn eben auch ungern inflationär gebraucht sehen und habe auch in geregelten Systemen weit aus bessere Erfahrungen damit gemacht.

Deshalb sprech ich das Thema an!

Die Ereignisse auf dem Tavernenabend schienen mir ein guter Anlaß. Ich war ja nicht dabei, aber in den mails klang das schon nicht sehr erfreulich!

Wenn das “darstellen durch reales an den Hals gehen” schon als zu gefährlich geächtet wurde, ist mir das auch nicht unrecht.

Hab’ ja auch nicht gesagt, daß das was Neues wäre. Aber deswegen kann ich es doch trotzdem blöd finden. Aber tatsächlich nehme ich an, daß ich ebensogut sagen könnte, daß ich Artensterben doof finde. Solange ich nicht Gottkaiser bin, werde ich das nicht ändern können (aber wenn ihr mich wählt, verspreche ich, Kehlschnitte auf Larps und das Artensterben auf der anderen Welt zu verbieten!). Lloyd

Voraussetzungen fuer spielgerechtes Morden

Meucheln ist larhgotische Spieltradition!. Fuer mich stellt sich nicht die Frage ob, aber ganz entscheidend wie und vor allem warum.

Wie: Es muss ja nicht die Kehle sein und wenn schon, dann auch nicht des Messers Schneide. Es tut auch sehr gut der Daumen(Nagelrueckseite), der das Messer haelt. Spektakulaer waeren auch Lippenstifte als Mordwaffen, weil man dann sieht wie und wo getroffen wurde. Wichtig ist, dass das Opfer eben nicht abgewehrt hat, da wir Gerangel vermeiden wollen. Man sollte einen Mord gut und lange planen, um zu sichern, dass man auch ungesehen wegkommt. (Von verzweifelten Situationen mal abgesehen kann es nicht sein, dass man seinen Charakter blind opfert, nur um einem anderen zu schaden.) Wenn es spannend werden soll, kann man dem Gegner auch die Feindschaft/Rache ansagen/anzeigen oder ihm z.B. im Traum erscheinen.

Warum: Es ist gut, dass wir keinen Assasinen im Spiel haben, dessen Hauptcharaktereigenschaft das Meucheln ist. Es muss aber eine Moeglichkeit geben, einen Maechtigen anzugreifen, ohne selbst maechtig zu sein. Je maechtiger ein Charakter, desto hoeher das Mordrisiko. Beispiel: Die letzte Ishtaristin gegen die Koenigin oder Derakall gegen die Hornwaller. Andererseits ist auch selbstverstaendlich, dass Moerder hingerichtet werden, wenn sie nicht Politiker sind. Man soll es sich also gut ueberlegen, ob man nacheiner Entdeckung im besten Fall ein Geaechteter sein will und ob man bereit ist, das konsequent durchzuspielen. Man toetet meist auch seinen eigenen Charakter!

Es sollte bedacht werden, ob ein langgespielter Charakter einen anderen langgespielten Charakter ermordet, oder ob eine Eintagsrolle das Opfer ist, die leicht ersetzt werden kann. NSC oder erst kurz gespielte Charaktere sollten am besten gar nicht morden.

Es sollte sehr genau bedacht werden, ob das Opfer einen Mord verdient hat und warum ich als Moerder (Spieler und Charakter) meine dass er/sie es verdient hat. Jens N.


Ich meine heir und auch auf der Kommentarseite herauszulesen, dass das Meucheln an sich wenn es nicht so inflationäre wäre, und überlegt eingesetzt wird, garnicht das Problem darstellt. Eine Wache kann man niederschlagen, einen potentiellen Verfolger könnte man niederstechen. Die Problemartik liegt in der Wahrnehmung und dem Ausspielen von Verletzungen… …bitte korregiert mich wenn ich mich irre! -Ben


Pro Spielertod

Ja, man hat in den Charakter jede Menge Zeit, Geld, Kreativität und Herz gesteckt- das ist bei mir nicht anders. Nur denke ich, daß dieses “man kann meinem Char ja doch nix, weil ich als Spieler das nicht will” zu Reaktionen führt, die ich für… na ja, abträglich dem Spiel halte. Zu einem authentisch gespielten Charakter gehören auch seine Schwächen, und niemand (geistig gesundes)ist so völlig frei von Angst, daß er nicht gelegentlich mal schreiend wegrennt.

Sowas hab ich allerdings in Larhgo noch nie erlebt, hier haben alle Todessehnsucht. Die Leute reagieren auf Bedrohung mit allem möglichen, aber nicht mit Angst. Ich weiß sehr genau, wovon ich rede, eben weil Goras ständig bedrohlich aussieht und jeden angrummelt- und der Rest der larhgotischen Welt macht sich einen Spaß daraus, ihn damit zu necken. Ich hab kein Problem damit, daß alte Chars das tun, die ihn lange genug kennen (der tut eh keinem was, die raue Schale ist nur Fassade, darunter hat er nen butterweichen Keks), aber wenn da ein kleines Mädchen kommt, das mal Heilerin werden möchte, und baut sich in Augenhöhe vor ihm auf und grummelt zurück, dann guck ich als Spieler erst mal doof. NSCs habens damit noch weitaus schwerer!!!!

Nein, ich will meinen Zwerg nicht sterben lassen. Nein, ich will nicht wild meuchelnd und metzelnd durch die Gegend ziehen und knietief im Blut waten. Aber ich will, daß wir alle (ich auch, ich mach den gleichen Fehler!) im Hinterkopf haben, daß wir sterben KÖNNTEN? und uns entsprechend benehmen. Ich will Angstschweiß bei meinem Spiegelbild sehen, wenn ich mich allein mit mehreren angelegt habe, ich will zitternde Knie haben, wenn ich sowas überlebe, ich will mich als Held fühlen, als Sieger- und nicht als Metzger, der grad vier Orks zur Schlachtbank geführt hat.

Und genau das würde mir bei unkaputtbaren Charakteren fehlen, und deshalb sollte auch weiterhin der Tod an jeder (vierten) Ecke lauern dürfen. Natürlich sollte es Alternativen geben: Wiederbelebung durch Priester und göttliche Wunder, Tränke, die unter der Hand zu Mordspreisen gehandelt werden und das gleiche bewirken, von mir aus auch Wunderheiler! Aber von Anfang an zu sagen “nein, ich sterbe nur, wenn ich das will”, das stößt mir übel auf.

Jan aka Zwerg Goras

 kann ich so nur unterschreiben!!! Nanette
ich auch. Aber: eben nicht per Kehlschnitt!!! Das ist doch in den meisten Fällen eine spieltechnische anti-Lösung. Es bringt viel, viel mehr, einen Konflikt auf allen Ebenen und mit allen Konsequenzen auszuspielen. Ein Meuchelattentat kriegt m.E. jeder dritte dahergelaufene Typ hin. Da ist nichts spannendes, prickelndes oder sonstwie anregendes dran. Wenn man wen final loswerden will, soll man das entweder politisch hinkriegen oder in einem mehr oder weniger offenen Kampf. Wenn das gegeben ist, stimme ich Jan und Nanette voll zu! Denn ohne Gefahr und Tod wäre das ganze wie alkoholfreies Bier. Oder so. Lloyd

zurück zu Diskussion