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Expedition2011

Szenario 2011

Expedition ins Ungewisse

“Seine Gnaden Derfel von Drachenfuß, Graf zu Averbergen, ruft auf zur Expedition in Larhgos wilden Süden. Der Landstrich soll erforscht und gesichert werden. Gerufen sind wagemutige Abenteurer & Krieger, gelehrte Forscher & Kartographen, wortgewandte Emissäre & Berater. Auch Handwerker & Köche, Späher & Jäger sind gerufen, um den Expeditionsstross zu unterstützen. Die Mitreisenden erwartet Ruhm & Ehre, eine stattliche Belohnung in klingender Münze und vielleicht auch ein eigenes Stück Land. - Gegeben zum Wintertreyben 17 nach York

Im tiefen Süden von Larhgo, unterhalb von Averbergen lauern in unbekannten Grenzgebieten weiße Flecken auf der Landkarte. Dieses Gebiet soll erforscht, gegen Orks und Gesindel gesichert, besiedelt und fest in Averbergen eingebunden werden. Was erwartet den Wagemutigen dort? Unbesiedeltes Land, das nur auf neue Herren wartet? Bodenschätze und seltene Pflanzen? Oder Gefahr und Tod?”


IT-Spielbericht von Hubert Schreiber

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OT-Bericht von Fuchs

Den OT-Bericht aus SL-Sicht findet ihr hier.


IT-Spielbericht von Thares Zöwerer

Bericht ueber die Expedition in Averbergens wilden Sueden Von Thares Zoewerer, an Ruuna, im Jahre 18 n. York, im 2. Monat nach dem Yorkfeuer

Nachdem ich endlich die letzten Webstuecke fertig hatte, die meine Ausbildung offiziell beenden, bin ich so schnell wie moeglich losgereist nach Averbergen. Unterwegs habe ich die letzten groesseren Webstuecke die ich noch hatte eingetauscht gegen eine Hose und anders nuetzliches was man fuer eine Expedition so brauchen kann. Oder auch nicht – irgendwo kurz vor Averbergen hat mir jemand ein recht grosses Stueck Mantelstoff gegen eine Klampfe eingetauscht, mit den Worten dass man damit auch unterwegs ab und an etwas verdienen kann – ich hab ja nicht viel mehr was ich zu Geld machen kann, also bin ich den Tausch eingegangen. Sie hat mir auch ein par Griffe gezeigt und aufgemalt, aber gut genug um Geld zu verdienen bin ich noch nicht, immerhin haben aber viele Leute gefragt ob ich fuer sie spielen wuerde, das klingt nach einem vielversprechenden Anfang. Also, in Averbergen war ich grade noch rechtzeitig, um mich dem Expeditionstrupp an zu schliessen. Es waren ein par bekannte Gesichter dabei, wie Cho, Gerlinde und Ritter Edin, aber die meisten kannte ich nicht. Ausser der Larhgoten um Gerlinde waren noch irgendwelche Kaempfer mit schwarz-gelbem Wappenzeichen dabei, die sogar einen Zwerg, genauer gesagt eine Zwergin dabei hatten! Also, dass sie eine Zwergin war hat sie gesagt, ich kann die Geschlechter bei Zwergen ja nicht unterscheiden, ich hab’s ihr geglaubt, und ihr Bart war laenger als der von Goras! Ausserdem war da eine Gesellschaft von Rittern die irgendwas mit 3 Laendern zu tun hatten, versammelt um Ritterin Sara. Die waren richtig gut aufeinander eingespielt und trainiert, leider aber auch sehr strikt und so laut. Dann war da noch eine Haendlerin mit langem Zopf, Dara oder so und ihr Begleiter in Ruestung, und 2 fremde junge Frauen die sehr nett waren, Soraya, auch eine Haendlerin, und Melikae, die mit ihr reiste, und ein Mann namens Galan. Mit den Dreien hab ich mich gleich gut verstanden, Soraya und Melikae waren auch so neugierig wie ich, und Galan hat sich irgendwie zu unserem Beschuetzer auserkoren, das war klasse. Die Frostheimer waren auch dabei, das sind die Neuludwigsteiner die jetzt die Kupfermuehle samt untotem Magier besitzen. Die haben die Feldkueche gemacht, und sind deswegen meist vorraus gereist, um schonmal ein Lager ein zu richten und anzufangen zu kochen.

Wir sind also erstmal Stunde um Stunde durch den Wald gewandert, und ich war froh um meine Hose, aber hab mich gefragt ob das mit der Klampfe nicht eine bloede Idee war, als ploetzlich jemand glaubte, im Wald etwas gesehen zu haben. Auf unser Rufen zeigte sich niemand, also sind wir weitergegangen. Am Wegesrand fanden wir ploetzlich einen Toten – aufgehaengt, sichtlich gefoltert (das war eklig!) und mit Pfeil in der Brust! Viel gesehen hab ich aber nicht, denn wir unbewaffneten wurden gleich in die Mitte der Expeditionsgruppe geschickt, und die Bewaffneten gingen aussen. Irgendwann, als es schon daemmerte, kamen wir endlich an ein grosses Haus, wo auch die Frostheimer schon ihre Feldkueche aufgebaut hatten. Da kam ploetzlich von hinten aus dem Wald ein komischer Mensch gerannt, ist mit Waffe auf uns zugerannt und hat alles moegliche gebruellt. Spaeter hab ich gehoert dass er einem die Finger an den Hals gehalten haben soll und gesagt haben soll “du hast es auch, ich habe ein Recht darauf, ich will es haben!” ausserdem hat er gebruellt dass er uns alle umbringen will, und dass er irgendetwas haben will. Die Bewaffneten haben ihn schnell niedergeschlagen, doch kaum haben sie sich umgedreht hat er versucht weiter zu kaempfen! Dann war er aber endlich wirklich tot. Gleichzeitig dazu war ein Mann vors Haus getreten, der uns Willkommen hiess und sagte dass wir alle Waffen ablegen muessten da in seinem Haus Frieden herrschen wuerde. Zu dem komischen Verrueckten aus dem Wald und dem Erhaengten wollte er irgendwie erst nichts sagen, er und ein par Umstehende von dort haben ihn sich kurz angeschaut, meinten aber sie wuerden ihn nicht kennen, aber schonmal gesehen haben.

Schliesslich haben alle moeglichen Bewaffneten versprochen dass sie ihre Waffen im Haus gegen niemanden erheben, aber gesagt dass sie sie nicht ablegen wuerden wegen der offensichtlichen Gefahren in der Gegend. Krummbach, so hiess der Mann ungefaehr, hat dem dann zugestimmt. Die Frostheimer hatten es sich schon in der Kueche eingerichtet und waren dabei ein Festbankett zu kochen, wozu der Hausherr sie offenbar aufgefordert hatte. Ausserdem haben wir einige Plaetze im Haus bekommen, und uns dort eingerichtet, ich habe mit Soraya, Melikae und Galan ein Zimmer bezogen. Kurz darauf traf man sich mit allen anderen unten in dem Raum, der spaeter nur als Schenke bezeichnet wurde, und unterhielt sich. Der Gastgeber erzaehlte er sei ein Haendler, und wuerde mit uns allen gerne handeln. Einige versuchten wohl auch gleich, Geschaefte mit ihm zu schliessen, aber davon hab ich nicht so viel mitbekommen. Wir haben uns mit den anderen Einwohnern da unterhalten, die sich “die Freien” nannten, und behaupteten, wir waeren ueberhaupt nicht mehr in Larhgo. Ausserdem erzaehlten sie uns, dass sie ihre Toten ueblicherweise gar nicht verbrennen, sondern begraben! Wilde Geschichten erzaehlten sie, von boesen Elfen die im Wald wohnten und sie angriffen, aber seit Tagen schon nicht mehr aufgetaucht seien, und von irgendwelchen Wilden die auch im Wald wohnten und immer wieder welche von ihnen toeten wurden. Von dem Erhaengtem im Wald wusste wohl keiner was, sie waren sich aber alle einig dass das die Wilden gewesen sein muessen.

Einer der Freien, er hiess glaub ich Dunwig, sah dem Toten sehr aehnlich, und als wir vorsichtig nachfragten, sagte er er haette einen Zwillingsbruder, der ihn besuchen wollte um ihm Geld zu bringen, dass er, also Dunwig, Krummbach schuldete. Uns war dann recht schnell klar dass das der Tote sein muesste, aber irgendwie hat sich keiner getraut ihm das so zu sagen. Irgendwer anderes hatte es ihm dann wohl gesagt, und Krummbach hat ihm das dann wieder ausgeredet und gesagt er wolle bald das Geld sehen. Ueberhaupt schienen alle Leute Krummbach irgendwie etwas zu schulden oder fuer ihn Arbeiten zu muessen. Ich hab dann Dunwig gesagt dass ich glaube, dass der Erhaengte sein Zwillingsbruder sei, woraufhin er schreieend den Raum verlassen hat. Wir haben uns selber nicht in den Wald getraut, aber haben der Ritterin bescheid gesagt, die ihm glaub ich auch gefolgt ist. Ich hab mich dann auch nur bis vor die Tuer getraut, und da standen dann tatsaechlich auch Wilde – ganz doll taeto-dings, also mit Malereien im Gesicht, und mit ganz wilden Haaren und Fellen und so, und ganz grummeligen Gesichtern. Die hatten wohl grade Streit mit Krummbach, weil er uns aufgenommen hat, so wie ich es verstanden habe, und meinten er wuerde zu schnell vertrauen. Ich hab mich dann lieber schnell verdrueckt, und dann gab es ja auch schon Essen drinnen.

Nach dem Essen kamen die Wilden ploetzlich rein, wohl weil Krummbach eine Ansprache halten wollte. Er hat dann auch damit angefangen uns alle Willkommen zu heissen und zum Handel auf zu fordern, aber ist dann ganz ploetzlich tot umgefallen! Sein Diener, er hatte so einen komischen Diener, der ihn immer als Meister bezeichnet hat, war ganz aufgeregt, und die Wilden und die Freien und ueberhaupt sind alle da rumgeturnt, da hab ich mich lieber mit Melikae und Soraya etwas verzogen, er stand naemlich genau hinter uns, als er umfiel, und ich hatte Angst dass irgendwer da einen Kampf anfaengt. Es gab dann auch fast einen Kampf, als Dunwig einen der Wilden anschrie, er haette seinen Bruder umgebracht. Der Wilde dachte aber auch, dass die Freien den umgebracht haben, also muessen es wohl die Elfen gewesen sein – oder so. Jedenfalls gab es zum Glueck keinen Streit, weil ich glaube wenn die sich gehauen haetten waeren alle Wilden ueber uns hergefallen, und dann haetten alle sich zu Klump gehauen.

Bei der Untersuchung der Leiche von Krummbach hat einer der Heiler rausgefunden, dass eine Made ihn von innen zerfressen haben soll! Eine Riesenmade war das Ding, total eklig! Irgendwie wurde Krummbach dann nach oben in seinen eigenen Lagerraum geschleppt, damit er am naechsten Tag verbrannt werden kann, denn nachts mochte keiner mehr Holz sammeln, weil die Freien erzaehlten dass die Wilden und die Elfen alle erschiessen und angreifen die das versuchen. Ich hab einen der Wilden gefragt, und der meinte sie haetten nichts dagegen, wenn jemand totes Holz aufsammeln wuerde, aber niemand duerfte ihren Wald betreten, oder so. Ausserdem war er sehr interessiert was wir denn ueberhaupt da wollen, und was passiert wenn wir wieder weg sind, ob noch mehr Leute kommen. Ich bin dann nochmal mit den anderen Dreien ins Lager der Larhgoten gegangen, die ihre Zelte in der Naehe aufgebaut haben. Wir haben da ein wenig mit allen zusammengesessen, und haben geraetselt was so passiert sein kann, und dann sind wir ins Bett gegangen. Naja direkt ins Bett getraut haben wir uns noch nicht, da wir ja wussten dass Krummbach irgendwo in der Naehe unseres Zimmers tot lag, und da die Leute alle so merkwuerdig waren ihre Toten nicht zu verbrennen, der Diener der Krummbach “Meister” nannte und der Verrueckte im Wald, den haben wir uebrigens noch vor dem Essen verbrannt, faellt mir grade ein, also auf jeden Fall fanden wir es unheimlich, und wollten lieber einmal nachschauen wo die Leiche denn liegt und ob sie noch tot ist. Das war total unheimlich oben im Lager, aber Galan hat sich reingetraut, und hat bestaetigt dass der Tote da noch tot liegt. Dann sind wir etwas beruhigter schlafen gegangen.

Am naechsten Morgen sind wir recht unlarghotisch frueh aufgestanden, aber haben dann erstmal ganz lange und viel gefruehstueckt. Als wir endlich unten waren haben wir von anderen gehoert, dass es unten im Haus wohl noch ein Alchemielabor gab, und dass einige schon drin waren und da drin eine Falle ausgeloest haben. Ueber einem kurzen zweiten Fruehstueck haben wir beschlossen uns den Keller auch mal an zu schauen. Das Labor war recht finster und ganz schoen ekelig! Riesige Spinnenweben, allerlei Geraetschaften und Traenke, und in einem grossen Glas schwamm ein Hirn! Baeh, wie wiederlich!! Aber wir wollten auch nichts anfassen von dem was sonst noch da war – Kistchen und so – also sind wir wieder rausgegangen, um zu schauen was die anderen gefunden hatten. Beim Largothenlager haben wir herausgefunden, dass es denen, die vor uns im Keller waren, scheinbar gar nicht so gut ging – sie hatten wohl juckende Stellen, die immer schlimmer wurden, so richtig grosse rote Stellen, baeh. Der Alchemist, Victor, der auch betroffen war von der Falle, hat sich also eifrig daran gemacht ein Gegenmittel zu suchen. Wir haben indessen etwas an den Funden aus dem Alchemielabor und Lager herumgeraetselt. Da war die Rede von komischen Experimenten, und Handeln – der Krummbach war wohl ein ziemlicher Mistkerl. Von Elfenschaedeln war die Rede die er sich erhandelt hat, und von einem Kinderwunsch-Mittel fuer die Elfen, von denen alle gestorben sein sollen! “Alle Elfen tot, Verflixt!” stand da im Buch – nichts weiter! Wir wissen nicht, ob er einfach Experimentierelfen hatte, die gestorben sind, oder ob er das Mittel an die Elfen aus dem Wald verkauft hat und die alle gestorben sind – ihn scheint es jedenfalls nicht sondernlich gekuemmert zu haben. Ueberhaupt scheint Krummbach mit allen gehandelt zu haben, jeder scheint in seiner Schuld gestanden zu haben, und wahrscheinlich hat er den Konflikt zwischen den drei Partien richtig genutzt und vielleicht sogar verschlimmert. Kein netter Mensch jedenfalls. Ob die Made das Resultat eines seiner merkwuerdigen Experimente war?

Wir waren dann einmal im Wald, wir wollten uns die Graeber der Freien mal anschauen. Es war auch von irgendwelchen heiligen Entgraebern die Rede, aber ich weiss immer noch nicht wo die sein sollten. Als wir da grade so rumstanden und schauten kamen zwei von den Wilden aus dem Wald gebrochen, um zu schauen was wir so tuen. Ich hab sie ein wenig gefragt was sie so mit ihren Toten machen, und so, aber irgendwie habe ich nicht viel von der Antwort verstanden, weil die ihre eigenen Begriffe fuer alles hatten. Auf jeden Fall sagten sie, dass die Toten geehrt werden muessen, sonst kommen sie als Geister, oder so, und dass der Wald deswegen geehrt werden muss weil dort Entgraeber sind und die auch geehrt werden muessen. Sie nennen die Freien die Schaender, weil diese nicht mit dem Wald leben sondern ihm schaden. Wir sollten auf jeden Fall nicht weiter in den Wald gehen. Den Gehoernten kennen die Wilden uebrigens nicht! Zumindest nicht unter dem Namen.

Zurueck im Lager raetselten einige weiter ueber den Notizen von Krumbach, doch der Grossteil von uns hat es sich im Schatten gemuetlich gemacht, etwas Poi gespielt, und uns an der Klampfe versucht. Spaeter haben wir ueberlegt mal das Lager der Wilden zu suchen, und wollten grade beim Haus den Wald betreten, als ploetzlich ein komisches gruenes Waldwesen des Weges kam, und 2 riesige Spinnen auf uns hetzte! Zumindest wir Nichtkaempfer sind sofort zurueck ins Lager gerannt und haben um Hilfe geschrieen. Die Bewaffneten haben die Spinnen dann auch besiegt, nicht ohne Wunden aber. Ein Frostheimer wurde gebissen, und ist bewusstlos geworden, der larghotische Ritter und Neuludwigsteiner wurde auch verletzt, ich habe geholfen ihn zu versorgen, deswegen hab ich dann erstmal nicht mehr so viel mitbekommen. Irgendjemand glaubte oder wusste wohl, dass das Gift aus der Falle, weswegen einige Ausschlag hatten, wohl Spinnengift sei, und hat den toten Spinnen welches abgepumpt.

Mit dem Verletzten sassen wir grade neben dem Lager der Dreilaenderritterin, und so bekam ich mit dass sie einen komischen Anfall bekam. Erst lag sie wie ohnmaechtig herum, dann war sie grade wieder etwas bei Bewusstsein, da griff sie einen ihrer eigenen Leute an, und wollte ihm irgendetwas entreissen. Daraufhin wurde sie niedergerungen und Zwergbesessen, also die Zwergin hat sich auf sie draufgesetzt damit sie nicht nochmal aufstehen kann. Nach einer Weile musste sie nochmal wiederbelebt werden, und dann ging es ihr wieder besser. Die anderen aus ihrem Lager haben dann noch irgend ein komisches Ritual gemacht mit Feuer, aber worum es ging hab ich nicht verstanden. Ich habe dann einen von ihren gefragt, der meinte aber nur dass die Krankheit der Ritterin bekannt sei, und nicht erst vor Ort aufgetreten, und dass wir anderen uns deswegen keine Sorgen machen muessten.

Haben wir dann auch nicht mehr, denn es kamen nochmal Spinnen ins Lager! Auch die wurden wieder geplaettet, aber wieder waren so komische Waldschrate mit ihnen unterwegs, die sind jedesmal entkommen. Problem mit dem Spinnentoeten war, dass irgendjemand sagte dass das die heiligen Tiere der Wilden seien, die also nicht getoetet werden duerften. Tja. Irgendwer ist dann zu den Wilden hin, und hat denen das Problem erklaert. Die waren auch nicht doll boese, weil wir uns ja nur verteidigt hatten, und meinten es muesse der Geist Krumbachs sein, der die Spinnen zum Angriff bringt, sonst tun sie das naemlich wohl nicht. Wir muessten aber ein Ritual fuer die gefallenen Spinnen abhalten und jeder der an ihrem Tod beteiligt war, sollte sich bei ihnen oder dem Wald entschuldigen und sie als grosse Krieger ehren. Das Ritual wollten die Wilden dann bei uns abhalten, sobald sie mit ihren Wilden-dingen die sie in ihrem Lager so trieben fertig waren.

Wir waren derweil zum Essen – ich hab mir grade meine Schuessel geholt, dreh mich wieder um, da sehe ich wie Melikae irgendeinen gruenen Alchimistentrunk trinkt. Der Alchimist haette sie gebeten den mal zu testen … wenn es das sei, was er denkt was es ist, dann wird ihr hoechstens uebel davon. Himmel, und das ist ein Larhgot! Einfach seine Experimente an harmlosen Reisenden ausprobieren! Vielleicht war der Geist Krumbachs ja wirklich noch unterwegs. Erstmal schien es Melikae noch gut zu gehen, und wir haben erstmal gegessen – und mir ihr geschimpft, dass sie sich nicht einfach so gutglaeubig irgendwelche Sachen andrehen lassen kann! Dann wurde ihr aber doch schlecht, sie war eine ganze Weile sich Uebergeben – und als sie wieder rauskam, bei allen guten Goettern Larhgos – ueberzog Borke ihre Haut, und wuchsen ihr kleine Zweige und Blaetter aus Haenden und Haaren! Was auch immer der Alchimist ihr da zu trinken gegeben hatte – es machte sie offenbar zum Baum! Wir sind mit ihr rausgegangen, haben ihr gut zugesprochen, aber es wurde immer schlimmer. Sie wollte nicht mehr durch den Mund trinken, sondern die Schuhe ausziehen und Wurzeln schlagen, und sich in den Wald zu den “anderen” Baeumen stellen! In der Zwischenzeit waren die Wilden bei uns im Lager angekommen, um ihr Spinnenbegraebnisritual durchzufuehren. Wir haben die Schamanin der Wilden gefragt ob sie uns helfen koenne, aber sie hat Melikae nur angeschaut und gemeint das waere doch schoen, dass sie so mit dem Wald verschmelze. Aah! Inzwischen war Soraya auch herausgekommen, und wir haben gemeinsam versucht Melikae an ihr bisheriges Leben als Mensch zu erinnern, damit sie kein Baum wird. Soraya ist dann hineeingegangen, um Melikaes Beutel zu holen mit lauter Dingen die ihr immer wichtig waren, in der Hoffnung dass sie die erkennt. Aber noch waerend Soraya unterwegs war lief Melikae ploetzlich los – unaufhaltsam in Richtung Wald. Richtig stark war sie geworden, wie ein Baum, wir konnten sie nicht halten – wir konnten nur hinterherlaufen. Als wir auf den Waldweg kamen waren da wiedermal die Wilden, und wollten uns abhalten in den Wald zu gehen! Ich hab gequasselt wie lange nicht – und ihr wisst, das heisst etwas! - und schliesslich haben sie mich mitgehen lassen, ich sollte nur Abstand halten von Melikae. Galan ist uns auch noch hinterhergelaufen, sonst hat wohl erstmal niemand mitbekommen was passiert war, auch wenn spaeter auch unser Elf, also Argerist noch hinterherkam. Ich hab den Wilden erzaehlt dass es nicht gut ist was mir ihr passiert, weil es einer von den boesen Zaubern von Krummbach war, und nicht freiwillig, weil die ja immer meinten es sei ein tolles Ziel ein Baum zu werden. Ich weiss nicht, ob sie es eingesehen haben, jedenfalls kam irgendwann einer der anderen Wilden angerannt und meinte, Frenja, die Wildenschamanin, wolle mit Melikae reden. Sie haben es geschafft sie zu ueberzeugen kurz zu warten, danach wuerden sie sie weiter lassen. Frenja kam dann an, und hat mit wildem Geschrei und Gerassel versucht Melikae den Baum auszutreiben, oder umgekehrt, ich weiss nicht genau. Auf jeden Fall wich Melikae langsam zurueck, hielt sich die Ohren zu und sang eine ganz merkwuerdige Melodie. Irgendwann war es vorbei, Melikae wandte sich wieder uns zu, und ging erstmal ohne etwas zu sagen mit uns zurueck. Auf Nachfrage sagte sie nur, dass es ihr gut ginge, aber sie erschoepft sei. Als wir fast wieder zurueck im Lager waren, kam ploetzlich nochmal ein Wilder angelaufen, und meinte wir sollen noch einmal warten, Frenja wuerde wieder mit Melikae sprechen wollen. Sehr entschlussfreudig, die Wilden. Also wieder warten, und Frenja kam wieder an, um ploetzlich ganz nett mit Melikae zu sprechen und sie in ihr Lager ein zu laden. Melikae hat gesagt dass sie gerne mitgehen wuerde, und sich erstmal von uns verabschiedet – einige der Wilden haben uns versprochen, sie heil zurueck zu bringen.

Als wir grade wieder fast im Lager waren kam uns Soraya entgegen, wir haben ihr kurz erzaehlt, dass Melikae wieder in Ordnung, aber bei den Wilden eingeladen waere, dann sind wir erstmal unsere kaltgewordene Suppe essen und unsere schmerzenden Fuesse ausruhen gegangen. Spaeter hatten wir einen recht angenehmen Tavernenabend mit einigen von den Freien, bis ploetzlich jemand hereingelaufen kam, dass draussen ein Gelehrter gebraucht wuerde, weil da ein sprechender Baum sei. Ich bin natuerlich gleich rausgelaufen, neugierig wie ich bin. Da stand ein – wie irgendjemand wusste – Ent herum, und wollte mit den Menschen sprechen. Er sagte er sei aufgewacht, weil die Traenen vergossen seien und das Lied gesungen wurde. Er wollte wissen wo “das Kind” ist, und sagte irgendetwas davon, dass wir die Elfen suchen muessten. Irgendwann mitten im Tumult kam dann auch Melikae wieder, und ich kam auf die Idee dass sie vielleicht das Kind sei, weil sie ja gesungen hatte. Der Elf hat dann auch noch einmal mit ihr gesprochen, und uns einige Fragen gestellt. Nachdem einer der betrunkenen Neuludwigsteiner-Frostheimer dann eine ganz tolle, aber voellig unpassende Rede gehalten hatte, die besagte dass die Wilden und Elfen und die Freien sich doch einfach liebhaben sollten – oder so – war der Ent glaub ich ziemlich plattgeredet, und zog sich zum Nachdenken in den Wald zurueck. Melikae sagte, dass im Wildenlager auch ein Ent war, dass sie den noch gesehen hatte als sie aufgebrochen ist. Dann hat sie noch erzaehlt dass sie von dem Lied nichts wuesste, sondern dass der Wald es mit ihr gesungen haette, dass sie aber keiner Traenen vergossen hat. Ausserdem erzaehlte sie wie nett sie im Lager der Wilden aufgenommen wurde. Naja.

Achso, irgendwann hat noch jemand erzaehlt dass am Abend waehrend der Spinnenfeier der Neuludwigsteiner und Ritter die Expedition fuer beendet erklaert hat. Ich wueschte, ich waere nicht so schlecht mit Namen. Und Viktor der Alchemist hat wohl endlich ein Gegenmittel fuer das Gift gefunden, was er, der Elf, Connor und Rupert abbekommen hatten. Die waren also wieder gesund.

Am naechsten Morgen haben wir alle ein wenig den Met vom Vorabend gemerkt, so dass wir ganz unlarhgotisch vorm ersten Fruehstueck losgezogen sind, mit Gerlinde und Connar – in der Naehe des Lagers der Dreilaenderritter war wohl irgendwas im Wald, und da sind wir dann mal neugierig idrauf los gestapft – und haben glatt einen Elfen gefunden, der sich da mit Pfeil und Bogen herumdrueckte und unser Lager beobachtete. Er schoss erstmal einen Warnschuss auf uns, ich hab dann auf ihn eingeredet dass wir doch nur mit ihm reden wollen, aber als keine Antwort kam ist mir aufgegangen dass wohl kein menschlich spricht, oder so. Jedenfalls ist unser Elf dann gekommen, hat ihn auf elfisch angesprochen und dann mit ihm geredet. Der hat uns, als wir wieder aus dem Wald draussen waren, dann wiederum erzaehlt was der fremde Elf ihm erzaehlt hatte. Der fremde Elf war wohl einige Wochen auf der Jagd unterwegs, und grade erst zurueckgekehrt, um sein Dorf voellig zerstoert wieder zu finden, und alle seine Mitelfen tot. Unser Elf hat ihm wohl angeboten herauszufinden wer das war, und der fremde Elf hat zugestimmt, aber wenn wir dies nicht schafften wuerde er alle Menschen umbringen. Wie wunderbar. Der wilde Elf hat uebrigens wohl menschlich verstanden, hat Argerist spaeter gesagt.

Also wollten einge dann los, das Elfenlager finden und nach Spuren untersuchen – andererseits hatten wir ja Waldgehverbot. Melikae sagte, dass sie von den Wilden die Erlaubnis bekommen hatte jederzeit in derren Lager zurueck kehren zu duerfen, also haben wir uns nach einem fuer larhgotische Verhaeltnisse kleinem Fruehstueck aufgemacht, zum Lager der Wilden. Unser Elf ist mitgekommen und hat uns unterwegs noch die Sagen der Wilden und die der Elfen ueber das eigene Volk und die Menschen vorgelesen. Es scheint, als waerend beide Gruppen irgendwie mit dem Entstehen der Ents verknuepft, und sehen sich als derren Nachfolger, die den Wald vor den Menschen – die die Ents getoetet haben – schuetzen muessen. Insgesamt waren sich die Geschichten sehr aehnlich, komisch dass die beiden Gruppen sich so gehasst haben gegenseitig. Melikae kam nach einer Weile wieder aus dem Wildenlager und meinte die Wilden wuerden zu uns ins Lager kommen, sobald sie mit ihrem Ritual fertig waeren. Also sind wir wieder zurueck ins Lager.

Ich hab dann ein wenig mit den Anderen gequatscht, und ein par weitere Fruehstuecke zu mir genommen, als ploetzlich Melikae, die mit Soraya auf unser Zimmer gegangen war, alleine zurueckkam, und uns erzaehlte dass Soraya abgereist waere! Ich weiss nicht, was sie sich gedacht hat, durch den Wilden- und Spinnenvollen Wald alleine zu reisen, aber Melikae sagte es sei eine Herzenssache, und sie muesse ziehen. Wir waren ein wenig traurig, dass sie so ploetzlich verschwunden war, doch noch ehe wir weiter darueber nachdenken konnten geschah schon das naechste. Die Wilden waren gekommen, um mit den Leuten die das Elfenlager suchen wollten zu sprechen, doch irgendwie kam ein furchtbares Geschrei auf, weil die Wilden einen der Freien erwischt haben mit Entholz aus den Entgraebern. Wir haben dann erfahren dass er das Holz wohl aus einem Versteck hatte von dem Toten, den wir erhaengt am Baum gefunden hatten. Die Wilden befahlen ihm dann ihnen das Versteck zu zeigen, und wir zogen alle mit los, durch das Freienlager. Kurz danach sahen wir aber eine Fremde aengstlich am Waldrand auftauchen. Wir fragten sie wer sie sei, und sie stellte sich als Magdalena vor, und fragte nach dem Rest ihrer Gruppe. Sie sind wohl als Gauklertruppe durch den Wald gezogen, als ploetzlich die Riesenspinnen ins Lager kamen und alle wild davonstoben. Sie war voellig aufgeloest und aengstlich und war seit 2 Tagen alleine im Wald unterwegs gewesen. Also bin ich mit Melikae und Galan mit ihr erstmal zurueckgekehrt zum Haus, haben sie bei uns einquartiert und haben mit ihr gemeinsam gegessen. Sie war sehr, sehr schuechtern und aengstlich, und so sind wir erstmal mit ihr im Haus geblieben, und haben ihr von unseren Erlebnissen erzaehlt. Melikae ist waerenddessen schonmal aufgebrochen zum Wildenlager, sie war dort eingeladen an einem Ent-Anrufungs-Zeremoniell teilzunehmen. Ueberhaupt scheinen die Wilden dauernd Rituale ab zu halten.

Nach einer Weile, als Magdalena langsam etwas Mut fasste sind wir dann runter ins Lager, aber es war kaum jemand da – einige Gruppen, wie die Dreilaenderritter und noch eine Gruppe waren am Abreisen, und fast alle anderen waren im Wald. Wir haben dann beschlossen dass wir ja mal zu den Wilden gehen koennten, sie schienen uns zu diesem Zeitpunkt schliesslich doch ganz menschlich und nett – wie man sich irren kann – und wir kannten ja den Weg jetzt. Also haben wir uns auf den Weg gemacht, dann haben wir aber doch einen anderen Weg genommen und haben die Zwergin und ihre Truppe auf dem Weg sitzend gefunden. Die haben uns erzaehlt, dass sie auf die Wilden warten wuerden, die noch dabei sind ihr Ritual abzuhalten, weil diese ihnen helfen wollten die Spinnehoehle zu durchsuchen. Die Schamanin kann naemlich die Spinnen ein wenig beeinflussen und wegscheuchen. In der Spinnenhoehle sollte Connar gefangen sein, weil Gerlinde und ihr Trupp vorher schon versucht haetten dort einzudringen. Spinnen – da wollten wir dann doch lieber nicht hin. Es kam aber mal wieder ein Wilder aus dem Wald getrapst, der uns in ihr Lager einlud – das wollten wir doch gerne sehen, also gingen wir mit. Inzwischen erzaehlte er uns dass der Wald nicht mehr sicher sei – nicht einmal fuer sie selber – und dass die Spinnen ploetzlich Massen an Fleisch suchten, was frueher nicht so war. Als wir an das Wildenlager kamen kam uns jedoch der Hauptmensch von den schwarz-gelben entgegen und schickte uns mehr oder weniger direkt heim. Er meinte es sei zu gefaehrlich im Wald, und inzwischen seien am Lager auch wieder Gerlinde und so. Etwas frustriert haben wir uns dann also wieder auf den Weg gemacht zurueck zum Lager.

Im Lager waren inzwischen wirklich Gerlinde und auch Connar wieder angekommen, die erzaehlten sie seien an der Spinnenhoehle gewesen, haetten dort einen Gefangenen erst befreit und dann, als sie herausfanden dass er Ischtarist war, umgebracht, und haben die Hoehle schnell durchsucht, ehe die Spinnen zurueckkamen. Auch unter den Freien haben sie eine Ischtaristin gefunden und erschlagen, ausgerechnet eine derjenigen die mit uns am Vorabend noch in der Taverne gesessen haben! Erschreckend. Wir haben daraufhin bei allen die Unterarme nach Ischtarzeichen abgesucht, aber keinen weiteren gefunden, auch wenn Gerlinde meinte es muesse noch einen Dritten geben. Nach einer Weile, als wir grade am Essen sassen, kamen die schwarz-gelben zusammen mit den Wilden und Melikae wieder ans Lager, konnten von der Spinnenhoehle aber nichts neues erzaehlen. Melikae bat mich und Galan und unseren Elfen dann aber um ein Gespraech, und erzaehlte uns, dass sie nicht mit uns weiterziehen wollte sondern bei den Wilden bleiben. Der Wald haette zu ihr gesprochen, und sie habe ihren Weg gefunden. Etwas traurig haben wir sie ziehen lassen – fuer Galan war es besonders schwer, er hatte sich wohl einige Hoffnungen in Bezug auf Melikae gemacht. Haette ich gewusst, was daraus wird, haette ich sie nicht so ziehen lassen. Sie sagte uns, dass das Aufnahmeritual spaeter am Abend durchgefuehrt werden sollte, und lud uns ein dabei zu sein.

Irgendwann zwischendurch hat unser Elf auch den wilden Elfen mit den Wilden versoehnt, indem er ihnen die beiden Sagen ueber die Entstehung der Ents vorgelesen hat, und die gemeinsam festgestellt haben dass sie ja doch irgendwie aehnlich waren. Der Wildelf war dann fortan auch meist im Lager der Wilden.

Kaum dass die Wilden mit Melikae wieder abgezogen waren war der naechste Aufruhr – Victor, der Alchemist, fiel auf einmal tot um! Wir liefen gleich hin, und der herbeigerufene Heiler fand auch in dessen Bauch eine Made, gleich der die beim Krummbach im Bauch gefunden wurde. Wir haben Victor dann auf dem Feuer verbrannt, auf dem schliesslich die Ischtaristin auch schon verbrannt wurde. Ich habe noch nie so viele Totenverbrennungen in so wenigen Tagen erlebt – furchtbar! Irgendwie wurde es dann ganz seltsam still im Lager. Einige raetselten herum was nun mit dem Elfenlager geschehen war, andere ueber die Ents, und wieder andere ueber die Abreise unserer bewaffneten Dreilaenderritter. Der Neuludwigsteiner Ritter war auch verschwunden irgendwie – sein Zelt stand noch, ebenso wie sein Altar, aber von ihm keine Spur. Wahrscheinlich ist er auch der Spinnenhoehle zu Nahe gekommen, keiner weiss was aus ihm wurde. Nach einer Weile kam dann noch von den Frostheimern die beaengstigende Ansage dass es zur Schlacht kommen sollte – sie haetten ihre Goetter gefragt, und diese haetten ihnen befohlen zur Schlacht zu ruesten. Der eine Frostheimer sagte immerzu die Wilden wuerden angreifen, aber das glaubte ich nicht – ich dachte ja noch dass sie ganz nett waren. Auch andere waren der Meinung sie wuerden uns nicht angreifen, wenn wir am Folgetage friedlich abreisen wuerden, und auch der Elf war uns nicht mehr sonderlich boese gestimmt, warum auch immer. Die einzige Vermutung war noch, dass was-auch-immer das Elfendorf angegriffen hatte uns als naechstes angreifen wuerde, aber da da offenbar grosse Mengen an Magie und Kaempfern und so durchgezogen sind haetten wir kleiner Haufen wohl eh keine Chance gehabt. Also hiess es sich ruesten und warten – ganz unlarhgotisch, und furchtbar langweilig! Ich hab dann zwischendurch Poi gespielt, aber selbst da haben alle nur gefragt ob ich damit auch kaempfen koenne.

Endlich haben sich Gerlinde und ihr Trupp entschlossen, noch einmal in den Wald und zur Spinnenhoehle zu gehen, irgendwie sollte da noch ein Buechlein sein vom Krumbach, oder so. Ich war natuerlich begeistert und wollte gerne mit – aber als ich dann mit Laterne und Stiefeln zurueckkam, war die Expedition schon wieder abgeblasen. Die Anderen haben sich beschwert, dass Gerlinde nicht einfach mit so vielen Geruesteten in den Wald kann, und das Lager schutzlos zuruecklassen. Connar wollte aber dann doch ohne die Anderen noch alleine in den Wald ziehen, und ich hab mich ihm angeschlossen, und ausserdem noch einer der Freien, Christobal. Wir waren echt ewig im Wald unterwegs, mehrere Stunden, irgendwann sind wir auf irgendetwas knurrendes Gestossen – Wildschweine? Woelfe? Wilde? - und haben uns erstmal davon gemacht und versteckt. Das bloede Spinnennest haben wir im Dunklen nicht gefunden, und als wir mitten im Wald waren haben wir ploetzlich ein Wolfsheulen gehoert, aber wie von Menschen gemacht, das waren wohl die Wilden bei ihrem Ritual. Wir haben zu der Zeit mal wieder im Gebuesch gelegen weil wir irgendwelche Schemen gehoert und gesehen haben … Irgendwann ist Christobal dann vorgeschlichen in Richtung Lager der Freien, um zu schauen was dort so los ist, aber er ist nicht zurueckgekommen. Nach langem Warten haben wir beschlossen fort zu schleichen und von anderen Seite aus ins Lager zu schauen. Ich bin dann vom Haus aus ins Lager zurueckgekehrt, waehrend Connar nochmal zurueck in den Wald gekehrt ist.

Im Lager war es recht ruhig, viele waren wohl schon schlafen gegangen. Eine Schlacht habe nicht stattgefunden, berichteten mir die Frostheimer, und auch sonst ausser dem Ritual der Wilden nichts spannendes. Bei den Larhgoten im Lager war noch etwas mehr los, eine grosse Gruppe sass ums Feuer, und beriet sich recht schlechtgelaunt. Irgendwie sollte irgendwie noch heiliges Entholz fehlen, und wenn wir dies nicht zurueckbringen wolle man uns umbringen. Nur waren alle ratlos, und wussten nicht wo sie noch suchen sollten, oder ob das Stueck ueberhaupt noch im Lager war, oder ob einer der Abgereisten es mitgenommen hat. Als wir da so alle ratlos am Feuer sassen erzaehlte mir Magdalena was sich im Lager wirklich abgespielt hatte – die Wilden waren ans Lager heruntergekommen, und haben im Halbdunkel ihr Ritual abgehalten. Dabei haben sie Melikae umgebracht, und ihr Herz herausgeschnitten und ihr Blut getrunken! Bei allen guten Goettern, mir war von der blossen Beschreibung sowas von Uebel! Und es hat niemand eingegriffen! Ob es jetzt gut war, dass ich zu dem Zeitpunkt im Wald war weiss ich nicht, aber waere ich dort gewesen wuerde ich wohl jetzt auch nicht mehr Leben – ich waere dieser Wildenschamanin an die Kehle gegangen. Furchtbar – die naechste Zeit habe ich kaum mehr mitbekommen, was um mich so vorging. Irgendwann war ploetzlich Nuetzlig, der Diener von Grummbach da mit der Zwergin, die ihn versteigern wollte. So recht habe ich es nicht begriffen, irgendwie hing es mit seinem Glauben zusammen. Auf jeden Fall hat Gerlinde Nuetzlig ersteigert, und dann konnte er ihr erleichtert den Inhalt seiner Taschen zeigen, er hatte naemlich das fehlende Entholz. Soweit ich es begriffen habe hat er sich versteigern lassen weil er nur seinem neuen Besitzer davon erzaehlen durfte, und Angst hatte dass wir alle getoetet werden. Mir war es an dem Abend ehrlich gesagt alles egal. Gerline und der Oberste von den schwarz-gelben wollten in den Wald, einen Ent suchen um das Stueck zurueck zu geben, ich habe mir vom Heiler einen Schlaftrunk geben lassen und bin zu Bett gegangen.

Am naechsten Morgen wollten wir nur noch weg – aber da kam der naechste Schreck. Das Lager war verlassen. Keine Spuren von Kampf, aber die Zelte standen noch – nur die wichtigsten Dinge fehlten. Es war, als waeren die Anderen einfach mit dem noetigsten mitten in der Nacht abgereist! Nur Hubert, der Heiler und Connar waren noch da – Connar hat schon keinen mehr angetroffen als er aus dem Wald zurueckkehrte, Hubert und der Heiler haben schon geschlafen als die anderen verschwunden sind. Da waren wir jetzt also – ausser den Frostheimern keine Kaempfer mehr, nur wir recht wehrloses Fussvolk. Ich hab mich dann aufgemacht, alle zu wecken und zu informieren. Wir haben dann beschlossen die wichtigsten Dinge noch zu packen und zur naechsten vollen Stunde gemeinsam auf zu brechen. Magda – hab ich schon erwaehnt dass sie die mit den Suesseler Fusselfruechten in Frosthier war? - hat mich spontan zur Anfuehrerin und Sprecherin der kleinen Gruppe erklaert, weil ich ja eh immer geredet habe.

Der Wildelf kam auch irgendwann vorbei, und sagte er wuerde uns Geleitschutz geben durch das Stueckchen Wald was nun vor uns lag, aber dass nichts uns angreifen wuerde, solange wir friedlich abreisen. Ich habe ihn nach dem Ritual der Wilden gefragt, und er hat mir versichert, dass Melikae freiwillig diesen Weg gegangen sei, dass er diese Art Rituale auch nicht kannte aber eingegriffen haette wenn er der Meinung gewesen waere dass es nicht ihr freier Wille war. Ich konnte ihm glauben, dass er es wirklich geglaubt hat – ob ich es glaube weiss ich noch nicht. Es faellt mir schwer. Die Frostheimer blieben auf eigenen Wunsch zurueck – sie wollten nichts zurueck lassen, und sahen nicht ein warum es mit den Wilden oder sonstwem Aerger geben sollte. Der meistens betrunkene Frostheimer meinte nur dass sein Volk bis vor kurzem auch Blutopfer gekannt hat. Nichts wie weg! Und der will Neuludwigsteiner sein.

Kurz vor unserem Aufbruch kam ploetzlich Nuetzlig zurueck, und brachte uns Neuigkeit von den Anderen. Sie waren wohl in der Nacht abgereist um zu der uns folgenden Nachhut vorzustossen, und haben dort ein provisorisches Lager aufgebaut, wo sie auf uns warteten. Wir sind also mit Nuetzlig und dem Elfen als Geleit bis zum Lager der Anderen gereist. Gerlinde und Argerist haben mir berichtet wie sie dem Ent das Holz zurueckgebracht haben, und ihnen versprochen wurde dass sie sicher abreisen duerften, wenn sie friedlich davonziehen und den Aufbruch nicht verzoegern. Darauf haben wohl die Geruesteten, die von Koenigin Minna als Gerlindes Leibwache abgestellt waren, beschlossen dass sofort abgereist wuerde, schliesslich seien sie fuer Gerlindes Leben verantwortlich. Die schwarz-gelben waren eh seit dem Abend abreisebereit. Deswegen ist die Gruppe dann wohl so ohne uns losgezogen, und Gerlinde hat Nuetzlig zurueckgeschickt uns zu holen, sobald sie bei der Nachhut angekommen waren.

Tja, inzwischen hat unsere kleine Reisegruppe sich auch noch aufgeloest, ich reise erst einmal in Richtung Ulmenhain. Nicht, dass ich nicht mehr von der Welt sehen wuerde, aber manchmal braucht man einen geschuetzten Ort, um sich von seinen Abenteuern zu erholen. Ich habe Freunde gewonnen und gleich wieder verloren, und ich habe so viel Tod gesehen wie in meinem ganzen Leben kaum. Ich hoffe, deine Heilerausbildung fuehrt dich auf angenehmere Wege, Ruuna! Bis wir uns wiedersehen, mach es gut! Moege der Gehoernte ueber euch und uns wachen. Thares Zöwerer