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Der Dreizehnköpfige

Der dreizehnköpfige Dämon

Zeit der Trauer - Zeit der Gugeln

Zur gleichen Zeit, wie der Bürgerkrieg tobte, ereignete sich in Gerland ein großes Unheil ganz anderer Art. Nach dem Tod Graf Geros im Jahre 6 n.Y. war die Grafschaft in tiefe Trauer verfallen. Ein Unhold erschien in dieser Phase der Verletzbarkeit und ergriff Besitz von den Gerländern, indem er sie glauben machte, der Geist des guten Grafen zu sein. Alle, Gräfin wie Volk, waren seinem Einfluss erlegen.

Um das Volk zu beherrschen, ließ der Dämon sie verzauberte, schwarze Gugeln tragen, die sie nicht abnehmen konnten (auch bekannt als Graf-Gero-Gedächtnis-Gugeln). Und wer unter seinem Einfluss stand, trachtete danach, jeden anderen auch unter die Gugel zu bringen. So geschah es auch mit anderen Besuchern des Yorkfeuers, etwa dem Lorgumpriester Aaron oder Baron Blanc de Blanc, dem Berater Derakalls.

Wurde jemand, der unter dem Einfluss des Dämons stand, getötet, so ließ der Dämon ihn nicht ruhen.

Der Dämon selbst zeigte sich in einer 13-fachen Manifestation, weshalb er den Namen “der Dreizehnköpfige” erhielt. Sein Ziel war es, endgültig die Macht über Gerland an sich zu reißen. Und da das heilige Yorkfeuer im Stande war, seinen Bann zu brechen, befahl er den Gegugelten, dieses zu verhindern.

Die übrigen Larhgoten erkannten die Bedeutung, die das Feuer haben sollte, und bauten daher vorsorglich zwei hölzerne, tragbare Schiffe, die sie zur Stunde der Feier an den heiligen Ort brachten und entzündeten. Es entbrannte eine grausame, blutige Schlacht zwischen den frisch geeinten Larhgoten einerseits und dem Dämon und seinen unfreiwilligen Vasallen andererseits. Viele tapfere Menschen ließen in dieser Nacht ihr Leben. Doch schließlich konnte der Dämon besiegt werden. Nur sein letzer Kopf verschwand am Ende durch ein Tor in seine Dimension. Der tapfere Gustav am Busch setzte hinterher - und dann verschloss sich das Tor.

Die Trauer um die Toten und die Sorge um Gustav war groß, viel größer aber die Freude über die Reichseinigung und über die Befreiung Gerlands. Und so wurde das Yorkfeuer ein rauschendes Fest.

Die Rückkehr des Dämon

Das folgende Jahr war ein gutes für die Grafschaft. Und schließlich kam das nächste Yorkfeuer. Die Königin war da und wie immer mit ihr viele andere Gäste.

Doch, oh großes Unheil! Der Dreizehnköpfige sann auf Vergeltung und begann einen neuen Ansturm auf Gerland! Immerhin gelang es dem armen Gustav, so ebenfalls zurückzukehren. Doch was sollte Gerland bevorstehen!

Es stellte sich heraus, dass der Dämon ein Ritual durchführen wollte, um seine Macht zu festigen. Hierfür benötigte er einen Runenstab, einen magischen Stein und einen Ritualspruch (erinnere ich das richtig?) Um ihn endgültig zu vertreiben, musste ein entsprechendes positives Ritual durchgeführt werden - mit demselben magischen Stein und der Unterstützung des Gehörnten. Viele tapfere Larhgoten und Gäste machten sich auf, die Komponenten zu suchen, doch, oh großes Unglück, der Dämon und seine Dienerschaft aus Untoten (die Opfer des Vorjahres, von denen nicht alle verbrannt worden waren) fanden den Stein zuerst und führten das Ritual durch.

Jeder, der eine Waffe führen konnte, versuchte den Dämon zu schlagen, doch dieser war zu stark. Viele starben, Larhgoten und andere. Es war lediglich möglich, den Dämon kurzfristig wieder durch sein Tor zu jagen. Daher wurde nur wenig freudig das Yorkfeuer dieses Jahres begangen, denn man wusste, er würde zurückkehren.

Schließlich beschlossen Königin Miraii und Gräfin Gesa, dass es besser sei, Gerland vorerst zu evakuieren, bis man einen Weg gefunden hätte, das Land endgültig zu befreien. Dies bedeutete zwar, die Heimat vieler und die heiligen Stätten dem Dämon zu überlassen, doch schien es wichtiger, die Gerländer in Sicherheit zu bringen.

Als Gerland verlassen wurde, entzündete man eine Kerze an den letzten Flammen des Yorkfeuers, um so das heilige Feuer mit sich zu nehmen.

Die Flucht der Gerländer in die Grenzlande

Für die Gerländer begann nun eine Odysee. Viele von ihnen flohen einzeln in alle Himmelsrichtungen. Die Hauptgruppe aber folgte der Gräfin auf der Suche nach Land, wo sie vorübergehend siedeln könnten. Die erste Zeit verbrachten sie auf Einladung der Königin in Ludwigstein, doch als das nächste Frühjahr nahte, machten sich die Gerländer auf, Ackerland zu suchen. So führte sie der Weg in die Grenzlande, die zwar nicht direkt zu Larhgo gehörten, dafür aber nur dünn besiedelt waren. Begleitet wurden die Gerländer von einer großen Schar einschließlich der Königin, die ihnen einerseits Schutz gewähren, andererseits mit ihnen das Yorkfeuer an einem neuen Ort feiern wollten. Auch gewährte die Königin den Gerländern Steuerfreiheit für ein Jahr, denn sie hatten ja fast alles verloren.

Die Grenzländer selber beäugten die Ankommenden misstrauisch, da sie nicht unter larhgotische Gesetzgebung fallen wollten. Die Güldenhainer aber, die es nach den Kämpfen des letzen Jahres hierher verschlagen hatte, boten den Gerländern ihre Freundschaft an. Probleme bereiteten vor allem Orks, die in den Wäldern hausten, und die mit Silas, dem Priester des Dorfes, einen Pakt hatten. Diesem fiel Markus, der Bürgermeister Gehrdens, zum Opfer.

Doch er sollte nicht der einzige Tote bleiben, der zu beklagen war: Graf Asgor und seine Averbergener Mannen erschlugen aus einem Anflug von Wahn des Grafen die wehrlosen, unbewaffneten Güldenhainer. Nicht nur verloren die Gerländer durch diese grausame, frevelhafte Tat ihre neuen, befreundeten Nachbarn, dies geschah auch noch aus den Händen der Averbergener Garde, die doch einst die Gerländer Garde gewesen war!

Die Gerländer selbst einigten sich schließlich mit den Dörflern auf eine Pacht, damit die Gerländer siedeln konnten. Und die Reichsritter Lothar, Langoras und Gregor gelobten, ein Jahr in den Grenzlanden zu verweilen, um diese zu beschützen.

Neue Hoffnung: Die Suche führt nach Hornwall

Das Yorkfeuer dieses Jahres, das 9. also, wurde wie immer von den Gerländern ausgerichtet - und daher in den Grenzlanden gefeiert. Als das Feuer brannte, wurden Langoras, Hauptmann des Cronordens und Wags, Heilerin aus Frosthier, von Visionen ereilt. Es waren nur zwei Sätze: “Das Schwert Kalimars wird euch helfen, Gerland zu befreien.” und “Seine Flöte wird euch durch die Wälder Hornwalls führen.”

Noch an diesem Abend fand Langoras heraus, dass der Dorfälteste der Grenzländer einst auf den Namen Kalimar gehört hatte. Dies war fast vergessen, denn jeder nannte ihn nur “Dorfältester”. Und er trug auch eine kleine tönerne Flöte um den Hals. Was sie bedeutete oder ob er je in Hornwall war, das vermochte sein Gedächtnis nicht zu beantworten. Doch er war bereit, die Flöte herauszugeben, da sie den Larhgoten so viel bedeutete.

Kurze Zeit später machte sich eine kleine Delegation auf in die Wälder Hornwalls: Einige der Gerländer, darunter Gräfin Gesa und Kurt der Alchemist, einige Hammerburger, verschiedene andere Larghoten (wie der Magierlehrling Torben Gernerich aus Averbergen und der Kampfmagier Warg aus Frosthier), als auch einige Streuner.

In den Wäldern Hornwalls schließlich verschlug der Klang der Flöte die Suchenden in eine parallele Dimension. Hier trafen sie den Wächter des ersehnten Schwertes, den Paladin Harm. Dieser war bereit, das Schwert herauszugeben, doch vorher mussten viele Prüfungen bestanden werden: Jeder einzelne, ebenso wie die gesamte Gruppe, musste sich als würdig erweisen: Würdig im Kampf, im Herzen und in der Stärke des Charakters. So gab es einen guten Ork und einen bösen Elf, wie sich herausstellen sollte. Und angreifenden Orks durften nur mit der gleichen Zahl Kämpfer entgegengetreten werden, alles andere wäre unehrenhaft gewesen.

Einer sollte auserwählt werden, das Schwert zu tragen - die Entscheidung war nicht leicht, denn viele waren würdig. Schließlich entschied die Gräfin, Thalion, Magier aus Hammerburg solle der Schwerträger werden.

Doch zunächst musste noch eine andere Wahl getroffen werden: Es gab zwei mögliche Rituale, von denen eines den Weg in unsere Dimension öffnen konnte, das andere böse Konsequenzen mit sich ziehen. Dies war die letzte Prüfung, doch auch diese Entscheidung war schwer. Denn das eine Ritual hatte als Bestandteil ein steinernes Tor, auf dem in einer fremden Sprache das Wort “Dämon” eingemeißelt zu sein schien - ein wenig verlockender Weg. Doch dies war wohl nur die Paranoia der Larhgoten, die in den Spuren von Wasser und Wind auf dem Stein etwas sahen, was nicht dort war.

Da es keinen klaren Hinweis gab, welcher Weg der richtige war, und beiden Ritualen Bestandteile zu fehlen schienen, wurde beschlossen, sie zu kombinieren. Das war nicht der richtige Weg, denn sobald das Ritual vollzogen war, öffnete sich das Tor und heraus sprangen ungaubliche Monstren und richteten ein wahres Blutbad an! Daran beteiligte sich auch der Elf, indem er Wehrlosen - wie dem Alchemisten Toste - von hinten die Kehle durchschnitt.

Schließlich konnten die Monstren doch besiegt werden, doch es war niemend unverletzt geblieben. Thalion hatte es so stark erwischt, dass er das Schwert nicht mehr annehmen konnte. Denn der Träger musste in einem Zweikampf gegen Harm bestehen. So kam es, dass der Gerländer Assanam, der sich in den Kämpfen der vergangenen Tage wacker geschlagen hatte, das Schwert errang. Doch Harm mahnte ihn eindringlich: nur für diesen einen Zweck, den Dämon in Gerland zu besiegen, dürfe es benutzt werden. Und danach müsse es zurückkehren in die alte Festung in den Wäldern Hornwalls.

Das Tor in unsere Welt war nun offen, doch Harm stellte eine letzte Bedingung: Einer müsse dort im anderen Hornwall verweilen, bis das Schwert zurückkehrte. Viele wären bereit dazu gewesen. Torben Gernerich wollte diese Bürde gerne auf sich nehmen, denn er hielt sich für verantwortlich dafür, dass die falsche Variante des Rituals vollzogen wurde. Thalion aber überzeugte ihn davon, dass er gehen sollte, um seine Ausbildung zu beenden, und entschied, selbst in Hornwall zu bleiben.

Alle dankten ihm für dieses Opfer und Harm für das Schwert. Und durchschritten das Tor in die heimische Dimension. Als sie fast das Lager erreicht hatten, stieß Thalion zu ihnen - Harm hatte mit seiner Forderung eine letzte Prüfung des Charakters beabsichtigt und war zufrieden. Daher hatte er Thalion gehen lassen und ihm die Flöte des Kalimar mitgegeben.

Die Odyssee geht weiter

Die Gerländer kehrten zurück in die Grenzlande, um dort die gepachteten Felder zu bestellen. Denn es war klar, dass trotz des Schwertes für die Befreiung Gerlands ein großer Feldzug vorbereitet werden musste, was nicht sofort geschehen konnte.

Im Herbst des Jahres 9 n.Y. fielen jedoch erneut Orkhorden über die nun scheinbar friedlichen Grenzlande her. Dieses Mal waren die Königin und ihr Heer nicht zur Stelle, und ihre Reichsritter allein konnten kaum gegen den Feind bestehen. Es war nur vielen glücklichen Umständen zu verdanken, dass die Orks auch dieses Mal geschlagen werden konnten. Die Gerländer aber hatten genug von den Grenzlanden: Sie waren hergekommen, um ein wenig in Ruhe und Frieden siedeln zu können, nicht aber, um in ständiger Angst vor Angriffen zu leben. Daher beschlossen sie, die Grenzlande wieder zu verlassen, sobald die Ernte eingefahren war. Auch einige Grenzländer schlossen sich ihnen an, denn auch ihnen war die Gefahr zu groß geworden.

So begann die Wanderung der Gerländer von Neuem. Ein großer Teil reiste im Treck der Gräfin, andere verstreuten sich in alle Teile Larhgos, wo auch immer sie Verwandte oder Freunde hatten. Viele hatten Ludwigstein als Ziel, denn hier im Herzen Larhgos ist es am friedlichsten, und die Königin hält ihre schützende Hand über die Bewohner.